Bericht der 22. Ferienfreizeit nach Fuhlendorf
 
Thema diesmal
"Es wird magisch -
eine Reise in die Welt der Zauberei"
 
 
 

Und schon wieder ist eine weitere FFZ vorbei und alle sind heil aus Fuhlendorf zurückgekommen.

Los ging der ganze Spaß am frühen Samstagmorgen. Gegen 6 Uhr traf der Bus auf unserem Kirchplatz ein und schon konnte es mit dem Beladen losgehen. Also fast…Karl-Heinz (unser lieber Busfahrer) stand der ganzen Sache noch sehr skeptisch gegenüber. Nachdem gut die Hälfte der Materialien im Hänger verstaut war eröffnete Karl-Heinz uns, dass auch alle Koffer dort rein sollten, da im Bus dafür kein Platz wäre. Des Weiteren hörte man oft die Worte „Das ist doch nicht normal, wir sind doch keine Spedition“. Aber naja, erstmal weitermachen war das Motto, wird schon passen! Nachdem alle Kisten im Hänger waren, machten wir uns daran unsere Koffer, gegen den Willen des Fahrers, im Bus zu verstauen und siehe da, es passte! Nicht ganz zufrieden mit unserer überragenden Packkunst fand Karl-Heinz ein weiteres Thema um uns vor den Kopf zu stoßen: Das Handgepäck! Alle Rucksäcke sind viel zu groß und dürfen nicht mit in den Bus! „Alles klar!“ sagten wir und gingen erstmal in die Kirche zum Reisesegen. Nachdem Herr Pastor Klobusch uns den Segen für die kommenden Tage erteilt hatte, nahmen wir unsere Rucksäcke und spazierten in den Bus als hätte unser guter Freund nichts dazu gesagt =). Trotz der leichten Startschwierigkeiten mit Karl-Heinz rollten wir also pünktlich um 6:30Uhr vom Kirchplatz und sahen einer Busfahrt von am Ende fast 10 Stunden entgegen.

Die Busfahrt verlief recht entspannt im großzügigen Doppeldecker und so kamen wir, ein wenig ermüdet von der langen Fahrt, in Fuhlendorf an. Dort erwartete uns außer dem Küchenteam auch ordentlich viel Regen. So packten wir also Koffer, Taschen, Kisten und Rucksäcke im strömenden Regen aus und waren froh als sowohl Hänger als auch Bus endlich leer waren. Kurz vor dem Ausstieg aus dem Bus ließ Karl-Heinz verlauten, dass vermutlich ein anderer Fahrer für die Rückfahrt kommen wird: damit kamen wir gut zurecht =) !

Wie gewohnt begann der erste Tag der FFZ damit, dass erstmal alle Kids und einige Betreuer auf Erkundungstour gingen, um zu sehen was es denn so in der näheren Umgebung zu entdecken gibt. Währendessen wurde von den übrigen Betreuern das Haus dekoriert und eingerichtet. Nach der Erkundungstour folgte das erste von vielen leckeren Abendessen, eine kurze Einweisung in die Regeln für die nächsten 14 Tage und ein paar Spielchen im Haus. Dann fielen auch schon alle müde in Ihre Betten mit vielen Erwartungen an die noch junge FFZ 2010!

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon gleich mit der ersten Etappe los. Passend zum diesjährigen Thema „Es wird magisch - eine Reise in die Welt der Zauberei“ musste man zu seiner Cove Feuer, Erde, Wasser oder Luft finden. Nachmittags wurde ein Stationsspiel zum Thema „Ice Age“ gespielt bei dem wir unsere erste Begegnung mit „Der Oma“ hatten. Unweit von unserem Haus wohnte in einem kleinen Häuschen eine ältere Dame, die nicht recht mit unseren umher rennenden Kindern umzugehen wusste und ständig meckerte. Da uns der Weg zu den einzelnen Stationen wirklich sehr oft an Ihrer Haustür vorbeiführte, hatte man den gesamten Vormittag etwas von Ihrer „frohen“ Laune. Und vorweggenommen sei, dass es in den noch kommenden Tagen zum „Running-Gag“ wurde an genau dieser Haustür immer rennend und oft singend vorbeizukommen.

Gut gestärkt, nach dem Abendessen, fanden wir uns zum täglichen Abendgebet zusammen bei dem kurze Geschichten, selbst geschriebene Gebete (das so genannte „Hallo-Gott“) und ein, zwei Lieder zum Besten gegeben wurden.

Nach der etwa 10 bis 15 minütigen spirituellen Phase ging es dann auch direkt auf die nahe gelegene Wiese mit torähnlichen Gebilden. Kurz um, wir spielten Fußball. Für die nicht so Fußballbegeisterten unter uns wurde ein Hühnerballfeld aufgebaut und auch hier konnte man sich nun sportlich betätigen. Erschöpft vom sportlichen Eifer ging es unter die Dusche, um dann dem Lagerradio lauschen zu können, in dem es jeden Abend Neuigkeiten aus aller Welt, die neuesten Sportnews und natürlich Musikwünsche sowie den Witz des Tages gab, gefolgt von einem zum träumen verführendem Hörspiel.

Der nächste Tag begann mit einem Spiel zum Thema Pharao. Am Nachmittag führte es uns zum ersten Mal in den Wald. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht was uns am Abend noch blühen würde =). Also erstmal alle die Waldklamotten anziehen und eine Schmuggeljagd konnte beginnen. Zurück am Haus ging es dann los…das Betreuerzimmer wurde zur Zecken-Zieh-Praxis und Dr. Viktor Hahne entfernte eines der lästigen Tiere nach dem anderen. Kurz stillhalten – Zecke ziehen – desinfizieren – der nächste Bitte!

Nachdem soweit alle Kinder und Betreuer der Waldmitbringsel entledigt wurden, wurde abends in unser Casino geladen. Hier sollte durch geschicktes Einsetzen von Spielchips und dem nötigem Glück bei den verschiedenen Spielen (z. B. Blackjack, Schocken, Lügen) das Startbudget vervielfacht werden. So mancher allerdings hatte dem Glück den Rücken gekehrt und stand bald ohne einen einzigen Chip da. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass ebenso manche Spielstationen Pleite gespielt wurden und sich gezwungen sahen bei besser laufenden Stationen einen Kredit zu fordern. Seinen Ausklang fand der Abend wieder beim Abendradio.

Dienstagmorgen stand die 2. Etappe an. Jede Gruppe hatte zur Aufgabe eine Kerze selbst zu gestalten mit Symbolen und Zeichen die Ihre Cove darstellten. Die fertigen, und super gelungenen Exemplare wurden im Anschluss von der jeweiligen Gruppe vorgestellt und Ihre Bedeutung erklärt. Nach dem bewegungsarmen Vormittag wurde dann nach dem Mittagssnack zum Wald-Race-Schach-Heiser Spiel in unseren beliebten (Zecken-) Wald gerufen. Dort galt es einem Musterplan voller Symbole durch Lösen von Aufgaben an verschiedenen Stationen möglichst nahe zu kommen. Aber immer schön vorsichtig sein und nicht dem Räuber in die Hände laufen! Wie nun üblich nach einem Waldaufenthalt wurde zunächst jeder nach Zecken abgesucht und Dr. V. Hahne erledigte den Rest. Zum Abend hin wurde eine Runde Geistertreppe gespielt und auch der dritte Tag war schon vergangen.

Da uns das Wetter nicht ganz so wohlgesonnen war musste am folgenden Tag der geplante Ausflug nach Zingst zunächst verschoben werden und wir schoben geplante Spiele für die kommenden Tage ein wenig hin und her bis wieder ein komplettes Programm für den Tag zustande kam.

So wurde der Vormittag mit „Halli Galli“ verbracht während die Küken (die diesjährigen Ältere Teilnehmer) die Kartenaktien schrieben, die noch Ihren Weg nach Freisenbruch und Umgebung finden mussten. Uneingeschüchtert von den Zecken begaben wir uns mittags wieder in den Wald und spielten dort „Risiko“, das heißt, man musste verschiedene Teile der Welt erobern, Kriege gegen andere Armeen gewinnen und so seine Aufträge erfüllen. Die dritte Etappe bildete dann der gelungene Ausklang des Tages.

Der kommende Tag war wieder einmal durch Regen geprägt aber zum Wochenende sollte es Aufheiterung geben. Vor dem Regen flüchteten wir in den bewachsenen Wald oder spielten Verschiedenes im Haus. Das Abendgebet an diesem Tag wurde zu einem der wohl lustigsten der vergangenen Jahre. Schon beim vorlesen der Texte kam Schmunzeln auf. Als Alex lautstark verkündete: „Ich hööööööööööör nix!“ wurde gelacht, als aber das Lachen wieder abzuflachen drohte und die zarte Stimme von Jan zum Besten gab „Worüber lachen wir?“ gab es kein Halten mehr und an ein Ernstes weitermachen war zunächst nicht mehr zu denken. Die Situationskomik war einfach zu köstlich wie sich sicher alle erinnern werden. Wieder zur Ruhe gekommen ging es nach dem Abendgebet zum Fußball spielen bzw. für die Küken zur Leiterschulung, schließlich müssen diese ja auch lernen was einen so im Betreuerleben erwartet.

Bei endlich einmal gutem Wetter ging es am Freitag nach der täglichen Zimmerbewertung mit dem gemieteten Bus nach Stralsund in das Meeresmuseum. Von fossilen Funden, über riesenhafte Nachbildungen von Walen über unseren Köpfen bis hin zu umherwatschelnden Pinguinen konnten wir dort viele aufregende Sachen bestaunen. Zum Mittag gab es dann vom Küchenteam extra angelieferte Wraps und frische Äpfel für jeden. Gut gestärkt machten wir uns nun auf den Weg Stralsund in Kleingruppen zu erkunden. Ein wenig müde vom Ausflug wurde abends noch in den Etappengruppen die Aufführung für den am Samstag folgenden Zwischenabend eingeübt, bevor wir dann wieder mal im Bett liegend den lieblichen Stimmen des Radioteams zuhörten.

Die zweite Woche wurde dann mit einem weiteren Ausflug eingeleitet. Da wir ja ausnahmsweise mal recht schönes Wetter hatten, machten wir uns mit gemieteten Fahrrädern auf den Weg nach Zingst um dort einen entspannten Tag am Strand zu verbringen. Neben dem kühlen Nass widmeten sich die meisten auch einem Großgruppen-Volleyballspiel und anderen typischen Strandaktivitäten, während andere die Chance nutzten um zu Ruhe zu kommen und vor sich hin zu schlummern. Am Abend stand der große Zwischenabend an, bei dem der Essensaal festlich zum Thema der Fahrt geschmückt wurde und die einzelnen Coven ihre vorbereiteten Theaterstücke oder Lieder aufführten. Dem ein oder anderen steht wohl eine große Schauspielzukunft voraus, bei anderen ist man sich da nicht so sicher =). Nach den Aufführungen tanzten wir noch ein wenig zur traditionellen Disco-Musik und gingen dann zu Bett. Die erste Woche hatten wir also gut rumgebracht und eine weitere tolle Woche stand noch bevor.

 

Nach dem anstrengenden Vorabend konnten wir am Sonntag ganze 30 Minuten länger schlafen und machten uns nach dem Frühstück an unseren Koffern zu schaffen. Es wurde kontrolliert ob die Restkleidung auch noch für eine weitere Woche reichte oder schon alles Saubere dem Wald zum Opfer gefallen war. Die, die etwas mehr Ordnung hatten waren dann auch schnell fertig und konnten sich mit Gesellschaftsspielen oder der Jonglierkiste beschäftigen, während einige Andere den kompletten Vormittag zur Sichtung der Klamotten benötigten. Mit dem Mittagessen verloren die Betreuer ihre „Machtposition“ und wie es schon Tradition geworden ist, erhielten die Küken die Gelegenheit sich als Betreuer zu versuchen. Dazu gehören natürlich auch Aufgaben wie Kloputzen, nicht wahr Benedikt?!

Beim Werwolfspiel und „Auf Achse“ übernahmen also die Küken die Kontrolle und die eigentlichen Betreuer freuten sich über einen mehr oder weniger freien Tag. An dieser Stelle sei noch mal gesagt, dass der Nachwuchs seine Aufgabe gut gemacht hat! Auch das Radioteam wurde an diesem Tag ausgetauscht und ein Teil der Küke hatten Ihre Live-on-Air Premiere. Aber wie schon den gesamten Tag meisterten Sie dieses bravourös. Der nächste Morgen gehörte dann auch zunächst noch den Kurzzeitbetreuern, was sich durch ein recht nasses Wecken bemerkbar machte. So freute sich unser „Schwimmbad Meier“ bereits vor dem Frühstück über zahlreiche (unfreiwillige) Besucher. Nachmittags fuhren wir mit den Fahrrädern ins Nahe gelegene Barth um dort eine kleine Stadtrallye zu machen und wer wollte konnte noch ein paar Einkäufe erledigen. Die meisten jedoch entschieden sich allerdings, auf Grund der schlechten Wetterlage, für den schnellen Heimweg. Wieder zuhause wurde gebastelt oder Tabu und der gleichen gespielt. Erstaunlich was man bei solchen Spielen alles herausfindet, z. B. weiß nun jeder wo die Bibel wohnt, oder Flo? Nach einem wieder mal furiosen Abendessen spielten wir noch „Wetten“ bei dem Gruppen in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten und auf den Ausgang der Spiele wetten konnten. Der kommende Tag glich den anderen in seiner Grundstruktur von einem Wechsel aus Spielen und Essen wurde jedoch der Abend durch eine kleine Messe ergänzt, da Herr Pastor Klobusch zu Besuch kam. Das anschließende Fußballspiel im Dunkeln wurde durch seine Unübersichtlichkeit zum Highlight des Tages.

Donnerstag nahmen wir alle morgens das Schiff nach Prerow von direkt am Haus liegendem Steg und freuten uns trotz noch bedecktem Wetter auf einen weiteren Strandtag. Kaum am Strand angekommen hellte es auch schon auf und die Sonne zeigt ihre ganze Pracht. Kurz darauf hieß es dann: Burgenbauwettbewerb! Kinder gegen Betreuer! Und los ging es, Außenmauern hochziehen, Türme bauen und immer darauf achten, dass auch ja niemand vom gegnerischen Team zuviel von der eigenen Burg sieht. Das ganze Spektakel entwickelte eine gewisse Eigendynamik inklusive Schüppendiebstahl und „Industriespionage“. Am Ende war sich jedes Team sicher: Wir haben die schönere Burg! Also musste eine Entscheidung her. Die nächsten Passanten hatten also keine Chance zum Nein sagen und mussten unsere Juroren sein. Letztendlich entschied wohl der „Kinderfaktor“, denn die Entscheidung der Jury war eindeutig, Sieg für die Kids! Nach der Aufregung am Strand machten wir uns auf den Heimweg, denn am Abend stand noch die 7. und entscheidende Etappe an. Begonnen hat die Etappe mit einem Lagerfeuer und selbst gemachten Stockbrot und führte uns anschließend nochmals in den dunklen Wald.

Freitag, 27.08.2010, letzter Tag der FFZ 2010. Morgens packten wir schon mal die Koffer soweit es ging und nutzten den Nachmittag für ein Rennquiz am umliegenden Gelände. Das Abendprogramm bestand aus
den zahlreichen Siegerehrungen für die Sieger des Etappenspiels, der Zimmerbewertung und der gewählten Kategorien wie „Coolster Teilnehmer“, „Größte Geschichtenerzähler“ und natürlich dem Traumpaar der Fahrt. Im Anschluss wurde „Schlag den Betreuer“ gespielt und wie schon am Zwischenabend gab die Disco danach Gelegenheit zum Tanzen.

Am Samstag ging es dann pünktlich zurück nach Essen und wie vermutet: Karl-Heinz war nicht mehr unser Busfahrer. Nach diesmal ca. 9 Stunden Fahrt rollten wir nach 2 schönen Wochen auf dem Kirchhof vor und hatten viele schöne Erinnerungen im Gepäck.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Kindern bedanken die mitgefahren sind wie auch bei den Eltern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Großer Dank gilt auch wieder dem großartigen Küchenteam!

 

Eure katholische Jugend St. Antonius

 


 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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