2008 Hochfilzen

Hochfilzen 2008 - Freisenbruch auf Safari

 

 

Die 19. Ferienfreizeit auf Ameland hatten wir gerade erfolgreich hinter uns gebracht, da hieß es auch schon wieder die Augen nach vorn zu richten und sich um das Jubiläum, immerhin die 20. (!!!) Ferienfreizeit zu kümmern.

Nachdem wir uns schon im September einige Gedanken machten und uns nach einer erfolgreichen Vor-Tour entschieden erstmals unsere Reise Richtung Süden zu starten, sorgte das schon bei dem einen oder anderen für überraschte Gesichter und sogar ein wenig Skepsis, denn immerhin führten uns nahezu alle vorherigen Freizeiten an die Küste. Und auch wir machten uns Gedanken ob wir es wohl schaffen würden den Bus und das große Haus mit genügend Kindern und natürlich auch Betreuern zu füllen.

Doch schnell schoss die Anzahl der Anmeldungen in die Höhe und da sich auch jede Menge Betreuer bereiterklärten ihren wohlverdienten Urlaub für 14 Tage Spaß, Gemeinschaft aber auch wenig Schlaf zu "opfern", konnten die Vorbereitungen beginnen. Schon während dieser Zeit hatten alle viel Spaß und so stand dann auch schnell der Tag des Kofferpackens vor der Tür und man traf sich am Freitagabend, um den Kirchplatz unserer schönen St. Antoniuskirche fast pünktlich in einem Reisebus zu verlassen.

Nach einer langen Reise, die dem ein oder andern offensichtlich ein wenig auf den Magen schlug, kamen wir dann doch alle gut am Haus an und konnten unsere Zimmer beziehen.

Da sich das Küchenteam und ein "Transport-Bulli" schon eher auf den Weg gemacht hatten, konnte schon eine kleine Stärkung für alle vorbereitet werden.

Nachdem dann die Koffer auf die Zimmer gebracht wurden und es hier und da noch einige Problemchen zu lösen gab, konnte ein Großteil der Betreuer sich mit den Kids auf eine Bergerkundung machen, sodass die Betreuer, die am Haus blieben, dieses ein wenig gemütlicher und natürlich passend zu unserem Etappenspiel dekorieren konnten und es sogar schon schafften das Lagerradio aufzubauen, das allabendlich zu hören war.

Und so waren alle Teilnehmer als sie wieder am Haus ankamen von wilden Tieren, hohem Buschwerk und afrikanischer Deko umgeben, denn schließlich lautete das diesjährige Etappenthema "Freisenbruch auf Safari".

Nach dem Abendessen, dem erklären der Regeln für die kommenden 14 Tage und dem Lagerradio fielen alle Kids zügig in ihre Betten und so konnten sich auch die Betreuer ihrer abendlichen Betreuerrunde widmen, um den Tag zu reflektieren und den neuen noch mal im Detail durchzuplanen um auf alle Eventualitäten und Wetterschwankungen vorbereitet zu sein.

Und am nächsten Morgen startete dann auch der Mittelpunkt jeder Ferienfreizeit, nämlich das Etappenspiel.

Einer alten afrikanischen Sage nach, lebt auf dem großen weiten Kontinent Afrikas ein Elefant mit goldenen Stoßzähnen, der den Besitzern die ganze

 

Macht über alle Stämme verlieh. Generation für Generation wurde diese Sage weitererzählt, doch niemand hatte den Elefanten je gesehen.

Bis zu diesem einem schrecklichen Tag! Ein ungeheures Unwetter wütete über Afrika und alle Stämme wurden über den gesamten Kontinent verstreut und auseinander gerissen. Doch dieser Tag hatte auch etwas Positives. Mehreren Quellen nach zu urteilen war der Elefant mit den goldenen Stoßzähnen gesichtet worden! !!

Und so galt es für alle Stämme sich schnell wieder zu finden und sich auf die Suche zu machen, denn auch die Wilderer hatten von der Geschichte und den Berichten gehört und machten sich auf die Jagd nach dem Elefanten. Und wie allen Stämmen klar war, hatten die Wilderer sicherlich nichts Gutes mit dem Elefanten und der dadurch gewonnen Macht vor. Und so begann der Wettlauf für die verschiedenen Stämme gegen die Zeit, aber vor allem gegen die Wilderer.

Schon in den ersten Tagen merkte man, dass sich nahezu alle an die große Gemeinschaft gewöhnt hatten und auch dank des guten Wetters hatten wir von Anfang an viel Spaß in Österreich.

Schnell konnte wir, da ja - wie schon erwähnt- die Sonne uns im Vergleich zum letzten Jahr wirklich super verwöhnte, unseren Plan in die Tat umsetzen und uns mit allen auf den Weg zum Lauchsee machen. Zwar stand uns ein doch recht steiler Berg im Wege, den wir nur mit einigen Anstrengungen überwinden konnten, doch oben angekommen wurden wir direkt belohnt.

Der See bot eine hervorragende Aussicht, das Wasser war rundum perfekt und die Highlights des Sees waren sicherlich die beiden riesigen Hüpfburgen mitten im See, die wir immer schnell mit unserer großen und lauten ;-) Gruppe für uns gewinnen konnten. Und so tobten sich die einen stundenlang im kühlen Nass aus, während andere es vorzogen sich in der Sonne ein wenig zu erholen.

Doch spätestens als wir nach dem Abendprogramm mit dem Duschen beginnen wollten, stellte sich heraus, dass Einige die Höhensonne doch deutlich unterschätzt und sich einen ordentlichen Sonnenbrand zugezogen hatten. Und das galt nicht nur für die Kids!?!

Doch weder die Sonnenbrände noch das ein oder andere kleine Weh-Wehchen, das während so einer Ferienfreizeit schon mal auftritt, hinderte kaum einen daran auch in den nächsten Tagen bei allen Spielen und insbesondere dem Etappenspiel vollen Einsatz zu zeigen.

Und so bemalten die Stämme große Flaggen mit ihren Symbolen und verdeutlichten damit ihre Stärke, um auch in den kommenden Etappen gegen alles und jeden gewappnet zu sein. Auch hierbei zeigte sich in allen Gruppen dass man die größten Erfolge erzielen konnte, wenn das gesamte Team, egal ob groß oder klein, zusammen "arbeitete".

 

In den kommenden Tagen hatten wir immer wieder die Chance uns bei Rennquiz, Schatzsuche und ähnlichen Spielen draußen auszutoben. Nach den immer leckeren Abendessen nutzten wir dann auch das ein oder andere Mal die Möglichkeit, uns vor dem Ins-Bett-Gehen, noch einmal auf dem örtlichen Fußballplatz (der übrigens in einem Superzustand war) auszupowern. Während überwiegend die Jungs ihre mehr oder weniger vorhandenen Fußballkünste zum Besten gaben ;-), glänzten die Mädels nebenan mit einer la Stimmung beim Hühnerball und waren mehr damit beschäftigt ihre gewonnenen Punkte ausgiebig zu feiern als sich gegenseitig abzuwerfen. Doch auch hier hatten alle jede Menge Spaß und waren abends froh, dass sie sich aufs Bett fallen lassen konnten und den beiden Moderatoren DJ Viktor und MC Schiss des Lagerradios lauschen konnten. Diese ließen jeden Abend die Sommerhits rauf und runter laufen und gaben natürlich auch den ganzen "Tratsch & Quatsch" des Tages zum Besten.

Bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen besuchten wir dann auch einen kleinen Freizeitpark, bei dem sicherlich die Wildwasserbahn für die meisten das Highlight war. Und da es im Park nicht wirklich voll war, nutzten alle die Chance sich immer wieder an der Wasserbahn anzustellen und so sah mancher so aus, als ob er gerade erst aus dem Lauchsee gestiegen wäre und zwar in kompletter Montur. Doch bei über 30° Grad war das nicht mehr als eine angenehme Abkühlung!

Und so waren auch schon die ersten sieben Tage schnell vorbei und es stand der Zwischenabend bevor. Doch morgens galt erst mal für alle Zimmer "Generalaufräumen"! !!

Während an den sonstigen Tagen zwischen Frühstück und Programm immer die Zimmerbewertung anstand und alle sich bemühen mussten ihre Zimmer zumindest einigermaßen aufzuräumen um nicht im kompletten Chaos zu versinken, hieß es diesmal für die Zimmer: in zwei Gruppen aufteilen, einkaufen, Zimmeraufräumen und mit dem Zimmerbetreuer schauen ob auch für die 2. Hälfte noch genug Socken vorhanden sind. Was mich allerdings ein wenig irritierte, war das Zimmer der ältesten Jungs, die trotz enormen Chaos nicht letzter in der Zimmerbewertung wurden. Bis heute ist mir noch nicht ganz klar wie sie scheinbar jeden morgen die Betreuer, die die Bewertung machten überredeten nicht ganz so genau hinzuschauen ;-). Naja, nach dem Generalaufräumen und "Takeshis Castle" am Nachmittag stand dann am Abend das Safari-Dinner im Dschungel mit anschließendem Abschlussabend an, zu dem die Wilderer alle Stämme geladen hatten.

Das eingespielte Küchenteam brutzelte schon nachmittags allerlei Leckeres in der Küche und so war an diesen Abend mit einem Froschdrink, Löwenkötteln, Elefantenfüßen und und und... für jeden was dabei.

 

Danach zeigten uns die Stämme dann, was sie in den Tagen zuvor vorbereitet hatten. Und so gab es an diesem Abend Modenshows und Tänze und alle Stämme legten sich ordentlich ins Zeug bevor es zum Abschluss des Abends noch eine Disco gab.

Auch in den nächsten Tagen hatten wir noch zwei Mal die Chance an den See zu fahren und das herrliche Wetter zu genießen, wobei diesmal alle aus ihren Fehlern gelernt hatten und sich besser gegen die Sonne schützten.

Am Montag gab es dann noch mal ein wenig Entlastung für die Betreuer. Die "Girly-Girls & Billy-Boys" (die ältesten Teilnehmer dieser Fahrt) hatten zuvor schon in ihrer Gruppenstunde einen kompletten Tag vom Wecken bis zum InsBett-Gehen vorbereitet. Und trotz wechselhaften Wetters schafften sie es wirklich hervorragend die restlichen Kids für ihr Programm zu begeistern und alles gut durchzuziehen. Selbst die Zimmerbewertung, die Ansprachen bei den Mahlzeiten, das Lagerradio und das Verteilen der Heimwehbonbons meisterten sie hervorragend und so hatten die eigentlichen Betreuer einen freien Tag der auf unterschiedlichste Weise beim Wandern, Shoppen oder einfach nur Relaxen in Rocky Beach (Geheimformel für "schlafen") auch gerne genutzt wurde.

In den folgenden Tagen mussten die Stämme noch einmal beim Etappenspiel beweisen wie gut sie sind und sich mit den anderen Stämmen bei der Dschungelolympiade in verschiedensten Disziplinen messen. Nach den sportlichen Höchstleistungen bei weiterhin heißen Temperaturen hatten einige Betreuer schon das "Schwimmbad-Meier" vorbereitet und so gab noch eine mehr oder weniger gewollte Abkühlung für einige Teilnehmer. Aber auch die Betreuer karnen natürlich bei der anschließenden großen Wasserschlacht nicht trocken davon.

Auch das Stadtspiel in St. Johann, das wir tagsdrauf machten, hat anscheinend allen sehr gut gefallen, vielleicht auch weil man hinterher noch einmal richtig gut sein Taschengeld an die Ösis verteilen konnte ;-).

Am letzten Tag stand dann für alle die letzte Etappe an. Hierbei musste im nahegelegenen Wald eine Unterkunft zum Schutz gegen Wetter und wilde Tiere gebaut werden, doch ausnahmsweise spielte das Wetter mal nicht mit und so mussten die Stämme durchnässt vom Regen den Wald unvollendeter Dinge wieder verlassen.

Am Abschlussabend gab es dann noch ein "Wetten dass...." wo die Kids gegen die Betreuer spielten, doch da die Betreuer bei einigen Wetten keine Chance gegen die Kids hatten, stand es am Ende schließlich UNENTSCHIEDEN was ja für alle ein versöhnlicher Abschluss der FFZ war, oder?

Am nächsten morgen begann dann auch schon die Rückreise und nach stundenlanger Fahrt erreichten alle wieder Freisenbruch und waren trotz 14 Tage voller Spaß froh, als sie ihre Eltern wieder in die Arme schließen konnten.

 

Zum Abschluss möchten wir noch einmal ein herzliches „Danke schön" an Alle loswerden} die diese FFZ erst möglich gemacht haben: Da wären...

- das Küchenteam} das jeden Tag was Leckeres zu Essen zauberte} - alle Betreuer} die auch schon in der Vorbereitung viel Einsatz zeigten} ihr und eure Eltern} dass ihr überhaupt mit dabei ward und natürlich allen andern Helfern} Spendern sowie Käufern von unseren wunderschönen Karten-Aktien.

und auch im nächsten Jahr geht es wieder für 14 Tage auf FFZ. Diesmal allerdings Richtung Norden} nach Dänemark. Wir hoffen - wir sehen uns alle wieder.

 

Freisenbruch im Oktober 2008

Sebastian Schuhmann und Andreas Jost

 

 

 

 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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