2007 Ameland

 

 

Ameland 2007

       

       

 

Es war einmal ….

 

14 Tage

 13 ÄTNs (ÄltereTeilnehmer)

  12 Monate bis zur Nächsten

   11 Mückenstiche pro Tag

    10 Zimmer

     9 Stunden Busfahrt (circa)

      8 Betreuer

       7 Wetterumschwünge pro Tag (ungelogen!!!)

        6 Etappen

         5 Stunden Schlaf (höchstens)

          4 Toiletten

           3 Mahlzeiten

            2 Geschlechter

 

    EINE FERIENFREIZEIT!!!!

 

Eine runde Sache, unsere diesjährige Ferienfreizeit, auch wenn sie nicht von Anfang an unter einem guten Stern stand. Lange konnte sich nur ein Leiter finden, das Küchenteam bestand nur noch aus der Hälfte und auch von den restlichen Betreuern konnten aus beruflichen oder privaten Gründen nur wenige fest zusagen. Doch bei der Vorbereitung zeichnete sich schon relativ schnell ab, dass das Betreuerteam im Vergleich zu anderen Teams nur spärlich besetzt, aber dafür umso motivierter an die Arbeit ging und auch Hilfe von denen, die nicht mitfahren konnten kam nicht zu knapp. Auch unsere Küchenschaben Ulrich und Doris Sperling hatten recht rasch zwei weitere nette Küchenhelfer, Karin und Wolfgang Schimancke, gefunden und so konnten wir durchstarten.

Kaum ein paar Monate später, am 20.07.2007, befanden wir uns auch schon auf dem Kirchplatz mit gepackten Bus und Bullis und fuhren Richtung Westen, auf dem Weg in eine neue Freiheit, ohne nervende Eltern und ohne öde Langeweile ….. Und es konnte uns auch nicht schnell genug gehen…. Unser netter Busfahrer Björn, den einige von uns noch vom letzten Jahr kannten, brachte uns so rechtzeitig zum Hafen von Holwerd, dass wir sogar eine Fähre früher nehmen konnten. Mensch so konnte das ganze doch weiter gehen.

Und so ging es auch weiter. Kaum auf Ameland gelandet ging es ans Koffer umladen vom Schiffscontainer in den Fahrradanhänger, der die Koffer schon mal zum Haus vorfuhr. Anstatt laufen und Koffer tragen, bekamen wir im Austausch Fahrräder und durften zügig und NOCH mit Rückenwind beschenkt, Richtung Ferienhaus fahren. Auch das klappte ohne Probleme. Doch dann ging es los …. Damit die Betreuer das Haus schön herrichten konnten, mussten die Kids spazieren gehen. Und wenn man schon mal die Möglichkeit hat zum Strand zu gehen, macht man das doch auch. Zwar mit langer Hose, aber immerhin. Tja, und das Wetter wollte uns wohl einen Streich spielen. Kaum am Strand angekommen, fing es dermaßen an zu Schütten, dass nur noch eine Flucht zum Haus bestand, die aber noch nicht mal die Unterhosen trocken überstehen konnten …. Deshalb schnell umziehen, aufwärmen, Abendessen, nach dem Essen die Ablaufregeln erklären (auf die Betreuer hören, 7:30h wecken, 8:30h Frühstück, 10:00h Zimmerbewertung, 12:30h Mittagessen, 18:30h Abendessen, 20:00h Abendgebet, duschen schlafen), ein paar Kreisspiele spielen und dann ab in Bett. Gegen 23:00h, mit 3 Stunden Verspätung wegen Wartezeit an der Fähre, kamen noch 4 Nachzügler (unter anderem ich) an, wovon allerdings nur 3 offiziell auf der Insel sein durften (der Kassierer auf dem Festland hat doch tatsächlich beim Abkassieren für die Überfahrt unsere Heike übersehen ….) mit dem restlichen Gepäck und Schlafzeug, dass auch die letzten Kinder ihre Betten beziehen konnten.

So, Ankunft geschafft, zweiter Tag:

Nach dem Frühstück tauchten wir am Morgen ein in unsere Märchenwelt. Laut der Geschichte wachten wir nach einer unruhigen Nacht nicht bei uns zu Hause im Bett, sondern inmitten einem Märchenwald auf. Wie sind wir dahin gekommen? Und wie kommen wir wieder nach Hause? Das raus zu finden war von nun an unsere Aufgabe. Dafür brauchten wir zuerst Verbündete, die sich durch das erste Spiel an dem Tag finden mussten. So entstanden 6 Etappengruppen. Doch wie sollte man sich im gruseligen und unbekannten Wald vor bösen Hexen und Wölfen schützen? Am Besten mit Tarnmasken. Und so entstanden nach dem Mittag die gruseligsten und ausgefallensten Schrumpfköpfe und Hakennasen aus Gips und da das Wetter diesmal mitspielte, konnten wir abends nach dem Abendgebet mit allemann und allefrau Hühnerball spielen.

Und am nächsten Tag?

Da gab es wieder Regen...  Doch los ging es im Aufenthaltstraum mit einem kurzen Wortgottesdienst, so blieben wir erstmal trocken, und weiter mit einem Rennquiz draußen, während dem der Regen zum Glück kurz verschnaufen musste und die Sonne sich zeigen konnte. Und abends, da hieß es dann: 100 Leute haben wir befragt, nennen Sie uns... ,' Gut, wir

müssen ja zugeben, es waren nicht unbedingt 100 Leute, da hattet ihr schon recht..., aber fast J Es folgte stundenlanges Duschen (Mädels, das muss echt schneller gehen) und anschließende Nachtruhe...

Es wurde Abend und es wurde Morgen, dritter Tag...

Und der begann? Richtig, mit Regen! Und ein paar Tränchen... Bei manchen Kindern bekam das Heimweh überhand, aber hey, bei unserem abwechslungsreichen Programm blieb kaum Zeit zum Nachdenken und so waren zumindest die Tränchen schnell getrocknet, der Regen tobte

sich weiter aus. Und wer beim Vormittagsprogramm, Nobody ls Perfect' nicht wusste, dass es im alten Rom schon öffentliche Toiletten gab hatte keine Chance, es sei denn er konnte gut flunkern und das konnten einige mächtig gut. Nachmittags ging es dann bei plötzlichem strahlenden Sonnenschein mit dem Etappenspiel weiter. Ein paar Märchengeschichten waren abhanden gekommen und die Gruppen mussten neue erfinden. Doch die durften nicht aufgeschrieben werden, dass wäre ja langweilig! Nein, die Aufgabe war ein Comic zu entwickeln und dafür ging es mit Digitalkameras los. Eine Etappengruppe meinte es ein wenig zu gut und

machte Fotos im tiefsten Wald. Dabei brachten sie nicht nur ihre Fotos mit zum Haus, sondern auch zwei Zecken und die mussten gezogen werden. So kamen die Patienten also nach der Anmeldung bei Arzthelferin Frau Schneider zu Frau Dr. Schuhmann in Behandlungszimmer Nr. 4 um dort die Operation über sich ergehen zu lassen. Aber nach 18 Ferienfreizeiten sind wir auch darin bestens geübt. Abends war dann Zeit für das Regionalderby zwischen dem 1. FC St.

Antonius und dem Essener Sport Verein. 2Tore, 40 Kinder, 8 Betreuer und eigentlich 2 Mannschaften, doch irgendwie wusste keiner wer in welcher Mannschaft war, wer auf welches Tor schießen musste und wo war eigentlich der Ball? Und dabei Regen in Bindfäden... aber Spaß ohne Ende!

Der nächste Tag gehörte den ÄTN'S. Und die hatten wirklich Pech mit dem Wetter. Auch, wenn es die Tage vorher schon öfter geregnet hatte, gab es immer trockene Abschnitte...  An diesem Dienstag nicht. Morgens beim Stationsspiel: REGEN, nachmittags beim All-Around-Spiel: REGEN, abends beim Quiz-Spiel: REGEN... und trotzdem waren die Kinder gut

beschäftigt und am Abend schön müde. Hiermit noch mal ein dickes Lob an euch. Gut gemacht!

Aber auch wir Betreuer mussten unter dem Wetter leiden. . . Schließlich konnten wir unseren freien Tag nicht am Strand verbringen J ...

Schon ärgerlich. Es war uns einfach nicht gegönnt.

Aber am nächsten Tag war es dann so weit. Wir kannten kurz zum Strand, zwar nicht ins Wasser, dafür war es durch den Wind zu kalt, aber Strandburgen bauen und Ballspiele waren drin. Und irgendwie schaffte es der Wind die Regenwolken immer von uns fern zu halten, dass

wir doch tatsächlich zum ersten Mal trocken unser Programm mit ,Hans im Glück' und dem Gameshowmarathon durchziehen konnten. So konnte es doch weitergehen...

Ging es aber nicht... Am Donnerstag war die Zeit reif für unseren ersten Ausflug, der uns sonst die Jahre immer in einen Freizeitpark geführt hatte. Das erwies sich dieses Jahr jedoch als etwas schwierig. Wo sollte auf der Insel ein Freizeitpark sein? Und da es sich anbot, den Strand und das Meer zu nutzen, kam uns die Idee einer Wattwanderung. Nur leider hat uns vorher keiner gesagt, dass nur die mitgehen dürften, die festes Schuhwerk anhaben. Das erfuhren wir erst bei der Bestätigung des Termins auf der Insel. Was nun tun? Und so beschäftigten wir uns erstmal damit, auf welches Schuhwerk wir am ehesten verzichten

konnten für den Rest der Freizeit, denn den Schlick und Sand aus Turnschuhen wieder rauszubekommen schien uns etwas schwierig. So opferten einige ihre Waldschuhe, andere probierten es mit Badelatschen und Socken drüber. Und es ging. Schließlich hatten wir nun alle feste Sohlen. Und wie es so ist, kommt uns doch tatsächlich bei der Watt-wanderung eine Gruppe auf nackten Füßen entgegen. Soviel also zum Thema feste Schuhe. Na ja, die Wanderung selber war recht aufschluss-reich, es wurden Muscheln gegessen und Krebse gefangen, und im Watt stecken geblieben ist auch keiner. Nur das ein oder andere Paar Socken

wurde zurückgelassen. Nachmittags ging es mit der Vorbereitung für den Zwischenabend in den Etappengruppen weiter. Jede Gruppe musste ein Märchen, ein Genre, ein Lied, drei Begriffe und einen Gegenstand ziehen. Die Sachen mussten alle in ein Theaterstück umgeschrieben und am Zwischenabend aufgeführt werden. Aber dazu später….  Nach Fußball

und Hühnerball am Abend ging es ab in die ‚Mulle' um für den nächsten Tag gewappnet zu sein... Für den Tag des Zwischenabends...

Am nächsten Morgen stand jedoch zuerst Generalaufräumen an ...  Da muss ich wirklich ein großes Lob an die jeweiligen Zimmerbetreuer aussprechen, die bei dem Chaos den Überblick behalten haben. Beim Aufräumen wurden Dinge gefunden, die auf einmal keinem mehr im

Zimmer gehörten... Aber wie sollen sie sonst dahin gekommen sein? Und wem gehörten die einzelnen Socken? Und das Butterbrot muss noch von der Fahrt sein... Liebe Kinder, wir haben jeden Morgen Zimmerbewertung gemacht und haben euch mehrfach darauf hingewiesen doch bitte alle Essensreste van der Fahrt zu entsorgen... Vielleicht hättet ihr das machen sollen? Und liebe Eltern, bitte erklären Sie genauestens Ihrem Kind, was Sie ihm eingepackt haben...  Man wundert sich doch manchmal, dass ein gefundenes Handtuch zum Beispiel auf einmal keinem mehr gehören möchte... Nach dem Rennquiz am Nachmittag ging es weiter mit

den letzten Vorbereitungen für den Zwischenabend, bevor es endlich soweit war…

Schon seit dem späten Nachmittag waren einige Betreuer damit beschäftigt den Aufenthaltsraum in eine festlich gedeckte Märchentafel zu verwandeln,  an dem am Abend alle Märchenfiguren und die entsprechend ihrem neuen Lebensraum verkleideten Kinder ihren Platz finden konnten und irgendwie hatte man wirklich das Gefühl am Abend, einzeln aufgerufen und von Hänsel und Sterntaler hereingebeten, in eine andere Welt einzutauchen. Die Tische waren reich geschmückt mit Rosen, Talern, Fröschen und auch das leibliche Wohl kam wirklich nicht zu knapp. Jeder Märchenheld hatte was Spezielles mitgebracht. So gab es zur Begrüßung Cinderella-Cocktail, danach Froschkugeln und Froschbrei vom Froschkönig, den Knüppel aus dem Sack, Rapunzelbrotzopf, Hänsels Knochen, Aschenputtelgemüse, zum Nachtisch eine wunderschöne Dornröschentorte, das Butterbrot des tapferen Schneiderleins mit 7 Fliegen, vom Wolf die Kalte Schnauze, Hänsel und Gretel brachten kleine

Knusperhäuschen und als Highlight durfte jeder vom unendlichen Fluss des Schokolodenbrunnens kosten. Man kann sich wohl vorstellen, dass wir uns zum anschließenden Gruppenfoto nur rollen konnten. An dieser Stelle muss noch mal ein RIESlGES Donkeschön an das Küchenteam ausge-sprochen werden, das uns ein so üppiges Buffet gezaubert hat;

besonders an Doris Sperling, die mit ihren ldeen und ihrer fleißigen Recherche und Suche nach kinderfreundlichen und leckeren Rezepten im Voraus uns so manche Gaumenfreude bereitet hat und die sich am Zwischenabend mal wieder selbst übertroffen hat! Und mache dir bitte

keine Sorgen, dass der falsche Hase nicht fertig werden wollte und am nächsten Tag verspeist wurde. lch glaube wir sind trotzdem alle satt geworden. Nach dem Abendmahl waren die Etappengruppen für die weitere Unterhaltung zuständig. Es war an der Zelt, dass sie ihre

geprobten Theaterstücke dem Märchenrat vorführten und so sahen wir an dem Abend einen Ballettauftritt der Bremer Stadtmusikanten rund um das Thema Freundschaft, unterstrichen mit ,Marmor, Stein und Eisen bricht', Schneewittchen im Science Fiction Abenteuer, die mit dem Space Taxi zu ,Mein kleiner grüner Kaktus' tanzen musste, wir lachten in der Komödie mit ,dem vollkrassen Schrumpelstühlchen', das ,Über den Wolken' das Kind der Königin zu bekommen versuchte, wir trauerten in der Tragödie mit den Geschwistern Hänsel und Gretel um den Tod ihrer Eltern und ihrem eigenem mit ,Ein Freund, ein guter Freund, und zitterten sowohl in dem Freitagabendkrimi um die Aufklärung des Mordes an Rotkäppchen unter dem schluchzenden Gesang des Wolfes, Stand By me', als auch im Actionthriller mit ,slow motion' und ,Cowboy und Indianer' um das Tischlein deck' dich. Ihr Lieben, da habt ihr euch wirklich tolle Sachen einfallen lassen!!!

Der nächste Tag gehörte unserem Wochenendbesuch ‚Drill Instructor' Matthes und Handlanger Carsten - und die hatten auch noch gutes Wetter mitgebracht… Dementsprechend ging es erstmalig in den Wald. Beginn war ein Schlossbaugeländespiel, um die Schnelligkeit und Flinkheit der Teilnehmer unter Beweis zu stellen, bevor dann am Nachmittag die Ausdauer und Muskelkraft während einer Schatzsuche, die uns wieder am Strand enden ließ, geprüft wurden. Somit war es am Abend auch nicht schlimm, dass wir ‚nur' Spiele am Haus machten. Schließlich waren wir den Tag ja schon genug gelaufen.

Und so ging der Tag und es kam ein neuer: Sonntag. Beginn: Wortgottesdienst. Und ein ganz dickes ,Entschuldigung' noch mal dass der so lange wurde... Da haben wir die Texte wohl unterschätzt ... J Nach dem Wortgottesdienst wurde es kreativ. Die Aufgabe: Schatztruhen

basteln... Und auch, wenn ich am Anfang ein bisschen Zweifel hatte, dass die Jungs sich genauso dafür begeistern würden wie die Mädels- ihr habt sie widerlegt. Es sind wirklich schöne Truhen und Döschen dabei rum gekommen. So kannten wir den verregneten Morgen schön nutzen. Der Nachmittag hat uns gezeigt, dass man für Spaß am Strand nicht immer Bombenwetter braucht. Bei der Strandolympiade kamen wir auch bei kaltem Wind ganz schön ins Schwitzen... Und legendär wird wohl das Luftballonspiel werden. Einfach Luftballons bei Windgeschwindigkeiten von geschätzten l60km/h loslassen und die Gruppe, die einen fangen

kann, hat gewonnen - falls es eine schafft! J Am Abend wurden die Comics in den Etappen zu Ende geschrieben und gebastelt bevor wir es uns genüsslich mit Popcorn á la Doris vor der Leinwand gemütlich machen konnten um ein Video zu gucken.

Am Montag stand der nächste Ausflug an. Eine Robbenfahrt ursprünglich mit anschließendem Garnelenfangen. Also fuhren wir wieder zimmerweise in Kleingruppen mit den Fahrrädern zum Hafen. Schön war das Wetter ja und windig, aber darüber sind wir uns auf der Hinfahrt nicht so bewusst gewesen. Vom Rückenwind geschoben haben wir uns nur über die Armen

lustig gemacht, die uns mit vor Anstrengung hochrotem Kopf entgegen-gekommen sind. Und überholt wurden wir von einem Herrn, der seine Jacke als Segel aufgehalten und somit ohne Trampeln vorwärts kam. Als wir dann am Pier ankamen und die Fahrräder vor Sturm kaum aufrecht stehen blieben und der Bootskapitän den Garnelenfang aufgrund von zu viel Wind absagen musste, dämmerte uns, dass der Rückweg mit Gegen-wind wohl ein bisschen länger dauern würde. So gingen wir also aufs Boot, belagerten das ganze Deck, so dass kaum andere Gäste Platz finden konnten (wie das immer so ist mit einer so großen Gruppe ... J) und

schipperten los zu den Robbenbänken, mit der Hoffnung, der Wind würde sich ein wenig legen ... Und das Boot fuhr sogar so  auf die Bänke auf, dass wir Robben in kaum 5 Meter Entfernung in freier Wildbahn beobachten konnten. Sooo süße Tiere, oder? Und dann kam der Rückweg. Gut wieder am Hafen gelandet, machten wir uns also auf unsere Drahtesel, um zum Haus zu fahren, aber die Aufgabe schien etwas schwieriger zu werden. Mit vollem Seitenwind den Pier entlang zu fahren ist gar keine leichte Aufgabe. Und ich musste so lachen, als ich von hinten aus alle kids im fast 45 Grad Winkel losfahren sah. Leider konnte dieses Bild nicht auf Kamera festgehalten werden, da auch ich zu sehr damit beschäftigt war nicht einfach seitlich umzukippen, so wie es einigen anderen passiert ist. Und weitere haben es geschafft zwar vorwärts zu trampeln, aber rückwärts zu fahren. Also ab vom Rad und schieben. Die Jüngeren wurden direkt mit dem Bulli abgeholt, die anderen mussten auf die Zähne beißen und bis nach Hause radeln. Man fuhr also von einem Windschutz bietenden Baum zum anderen und hoffte bei jeder Böe, dass sie schnell vorbei sein möge. Die meisten haben das auch echt gut hinbekommen, aber es gab auch Ausnahmen …. Nachdem der „H-A-doppel M-E-R, hammer; yeah“- Gegenwind also besiegt war ging es in der nächsten Etappe darum Rumpelstilzchen zu finden, zu begnadigen und zu den anderen Märchenwesen in den Märchenwald zurück zu führen. Das Spiel endete an einem Lagerfeuer auf der Hühnerballwiese und wurde mit Stockbrot und Gitarrenmusik gefeiert. Ab ins Bett, die müden Beine hochlegen und bis zum nächsten Tag durchschlafen.

Der begann mit einem weiteren Spiel, vorbereitet von den ÄTN`S. ‚Wetten dass…. ???‘ war das Thema und Sarah Baumann nahm es wohl ein wenig zu ernst und kletterte förmlich in den riesigen Topf mit schwimmenden Äpfeln um mit dem Mund einen herauszufischen. Aber der Einsatz zählte ja. J Weiter ging es bei wirklich schönem Wetter mit dem Picassospiel der ÄTN’S, bei dem Malfarben erspielt werden mussten und am Ende jede Gruppe ein Kunstwerk vorlegen konnte. Und da die richtige Bewegung an diesem Tag noch fehlte (Ja, ja, wir Betreuer sind manchmal schon fies, aber wir müssen euch doch müde kriegen. Schließlich wollen wir unsere Nachtruhe *g*) hieß es trotz immer noch schmerzender Popöchen und Beinen vom Vortag, auf die Räder und ab zum Wald. Es war Zeit für das X-Spiel: 2 Gruppen gegeneinander, verstecken, über den Boden robben, wegrennen, fangen, zum Lager bringen, befreien …. Immer und immer wieder. So wurde es doch eine ruhige Nacht.

Wir erreichten die Mitte der 2. Woche, also Mittwoch und der begann dort wo der letzte Tag aufgehört hat – im Wald. Es war Zeit für eine Märchenjagd, die 6. Etappe. Jeder bekam ein anderes Bild zum Thema Märchen auf den Rücken geheftet. Die gegnerischen Etappengruppen mussten jetzt jeweils herausfinden, welches Bild die anderen auf dem Rücken haben, ohne dabei ihr eigenes zu verraten. Und das erwies sich als schwierig. Und so blieb oft nur das sofortige Hinschmeißen auf den Rücken und zu hoffen, dass so das eigene Bild versteckt blieb. So manches Bild musste deshalb mehrmals wieder angeheftet werden. Der Nachmittag führte uns wieder zum Strand, aber da war nichts zum Hinlegen …. Es war zwar trocken aber bewölkt und mal wieder windig. Um uns warm zu halten, brauchten wir Bewegung und die bekamen wir durch Hühnerball, Brennball, Beachball und Volleyball. Mit Sand in den Schuhen wieder zu Hause angekommen hatten die einzelnen Zimmer Zeit für den Abschlussabend ihren Auftritt für die Mini-Playback-Show vorzubereiten. In der Zwischenzeit kam der nächste Schub aus dem ‚Good Old Essen‘ mit dem Bulli für die Heimfahrt und den Abschiedsgeschenken für die Kids …. Und die zwei Fahrer kamen genau richtig, denn bei dem guten Wetter am Abend nutzen wir es aus zum Essen zu grillen. Und es gab leckere Salate, Rohkost, selbstgebackenes Brot und etwas verbrannte Würstchen, was aber weniger an unseren Grillmeistern Sebastian und Viktor lag, sondern eher an dem Grill. Sebastian, ich hoffe du hast dir nicht zu viele Brandblasen geholt. J Der Abend gehörte den ‚Girly Girls‘, den NÄTN’S (Nächste Ältere Teilnehmer). Es musste á la Cluedo ein Mordfall aufgeklärt werden und anschließend das richtige Fahndungsfoto erstellt werden. Herzlichen Glückwunsch Girls, habt ihr einwandfrei geplant und durchgeführt.

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei ... Der letzte Tag vor der Heimreise begann, wie es halt kommen musste, mit Kofferpacken und das verlief ähnlich spannend und chaotisch wie das Generalaufräumen 6 Tage vorher und nahm den gesamten Vormittag ein. Nach dem letzten Mittagessen folgte das letzte Spiel, Sagaland, in Form der letzten Etappe die uns nochmal quer über die Insel radeln ließ um die letzten fehlenden Märchengeschichten zu sammeln, um dann nach dem letzten Abendessen und dem letzten Abendgebet beim Abschlussabend zu enden. Da hagelte es Preise … für die beste Etappengruppe die Zeitmaschine um nach Hause zu kommen, für das sauberste Zimmer jede Menge Süßigkeiten und ein ‚Ameland 2007‘ Handtuch und für das tollste Küchenteam einen Rotkäppchenkorb. Die Party nach der Verleihung begann mit Aufführungen von ‚SpaceTaxi', einer heißen Choreographie von ‚Buttons' um die Lead-Sängerin Romina, einem feschen Pinguintanz, ganz vielen Barbies als ,Barbie Girls', wir träumten uns nach ,Chicago‘, ließen die Spice Girls auferstehen und auch das Freizeitlied der

Betreuer wurde vorgetragen: „Wir sind auf Ameland, uh uh, wir fahr'n mit Gegenwind, uh uh, der Leuchtturm im Wald, der Wind, der ist kalt, doch wir fühlen uns wohl auf Ameland...". Bevor es ins Bett ging, durften wir in der Disco noch mal alles rauslassen *g*.

Wecker klingelt: 6:15h wecken, raus aus dem Bett. Freitag. Tag der Heimreise. Der Plan: 7:30h Frühstück an kahlen Tischen, 8:30h Koffer abfahrtbereit, 9:00h holt Fahrradverleih Koffer ab, 9:10h Abfahrt mit Fahrrädern zum Hafen. Koffer abholen, Fahrräder abgeben, Fähre nehmen. Die Ausführung: Perfekt!!! Wir waren so fix fertig, dass wir sogar eine Fähre früher nehmen konnten und auch der Bus war schon da, als wir am Festland ankamen. Und man mag es kaum glauben, jedes Kind hatte hinterher den richtigen Koffer und das obwohl noch andere

Jugendgruppen auf dem Schiff waren. Die Busfahrt verlief ähnlich ruhig wie die Überfahrt mit der Fähre ….  also größtenteils schlafend. ‚Keine Staus, keine Kompromisse...'. Wir kamen überpünktlich am Kirchplatz an und endlich, endlich konnten wir Mama, Papa, Oma, Opa, Bruder, Schwester, Freund, Freundin wieder gaaanz fest in die Arme nehmen.

Danke an Sebastian, der die Freizeit anfangs alleine vorgeplant hat, danke an das Küchenteam und die anderen Betreuer, die ihren Urlaub lieber als Actionurlaub mit uns als buchlesend und gelangweilt an irgend-einem Strand am Mittelmeer oder an der See verbracht haben J. Danke

an die Gastbesucher und Helfer hier zu Hause, die uns mit Programmvorbereitungen und – durchführungen unter die Arme gegriffen haben, danke an das Bulliteam, das uns die verspäteten Handtücher mit hoch und ganz viel sperriges Gepäck mit runter genommen hat und zuletzt auch danke an die Eltern, die uns jedes Jahr wieder ihr Vertrauen (und ihre Kinder für zwei Wochen) schenken. Eine Ferienfreizeit ohne Teilnehmer wäre nämlich auch nicht möglich.

 

 

Pia Schuhmann

 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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