2006 Snedsted

 

 

 

 

Bericht über die 18. Ferienfreizeit 2006 nach Snedsted/Dänemark

Vom 21.07.2006 bis zum 05.08.2006

 

Jetzt ist es schon wieder einige Wochen her, dass wir in Dänemark waren. Begonnen hat alles im letzten Herbst. Nachdem sich ca. 15 interessierte Betreuer zur ersten Vorbesprechung im November 2005 zusammen gesetzt hatten, war klar, wir können das Projekt Ferienfreizeit 2006 nach Snedsted in Dänemark wagen.

Nun begannen wir uns regelmäßig an den Freitagabenden im Pfarrheim zu treffen, um ein tolles Programm auf die Beine zu stellen.

„Was für Spiele planen wir?" Wo fahren wir zum Tagesausflug hin?" und Was müssen wir alles mitnehmen?". Diese und viele andere Fragen mussten wir uns stellen und somit ist uns schnell klar geworden, dass wir uns das Haus Bjergbo angucken mussten. Somit machten sich einige von uns am ersten Wochenende im Jahr 2006 auf dem Weg ins a...-kalte Dänemark um die Gegend, das Haus und die Gegebenheiten vor Ort zu erkunden.

Wieder zu Hause angekommen, mit einer Menge an Informationen im Gepäck, kamen die Planungen dann richtig ins Rollen. Die Spiele wurden aufgeteilt, geplant, umgeschrieben, neu ausgedacht und die Themen für das diesjährige Etappenspiel sprudelten nur so aus uns Betreuern heraus. Das Resultat war, dass wir schnell mit der eigentlichen Planung der Ferienfreizeit fertig wurden und uns auf die nebensächlichen Dinge, wie z.B. die Fragen „Wie viele Süßigkeiten?" und „Welche Dekoration nehmen wir mit?“, konzentrieren konnten.

Zwei Wochen vor Abfahrt begannen wir dann zu packen. Kiste für Kiste überlegten wir was in welche Kiste soll, damit wir es vor Ort auch wieder finden würden und ob wir alles eingepackt hatten. Bei 101 Umzugskartons verliert man schon mal leicht den Überblick. Der Tag der Abfahrt rückte immer näher bis er dann da war. Am Freitagabend, der 21.07.2006, trafen wir Betreuer uns alle dann um 22:30 Uhr auf dem Kirchplatz und warteten ungeduldig auf "unsere" Kinder. Nach und nach trödelten die ersten Teilnehmer wohl bepackt mit ihren Koffern und Rucksäcken ein, bis auf einmal der Kirchplatz mit vielen kleinen und großen Kindern gefüllt war.

Alle waren ungeduldig und es herrschte ein buntes Treiben. Uns war klar, dass die Teilnehmer und auch wir Betreuer immer nervöser und aufgeregter wurden, so dass wir uns schnell auf den Weg in die Kirche machten, um dort unseren Reisesegen für die bevorstehende Fahrt abzuholen.

Und los ging es...

Punkt 00:00 saßen Groß und Klein auf ihren Plätzen und freuten sich auf die kommenden zwei Wochen.

Wie geplant sind wir dann auch um 12:10 Uhr, nach einer mehr oder weniger ruhigen Busfahrt, in Dänemark an unserem Haus angekommen. Dort warteten auch schon das Küchenteam, die beiden Kraftfahrerkollegen Carsten und Matthes sowie die ersten Kinder mit ihren Familien auf uns, die vorher schon Urlaub in DK gemacht haben. Da beide Familien ein größeres Auto haben und wir unseren gemieteten Transporter, blieb es uns erspart den steilen und langen Weg vom Bus bis zum Haus unsere Koffer, Schlafsäcke und das restliche Material zu tragen, da der Reisebus nicht auf dem Weg zum Haus passte. Hier schon mal ein Dankeschön an Familie Kuhlmann und Menkhorst.

Das Küchenteam empfang uns mit einer leckeren Suppe und gestärkt, wie wir nun waren, ging es ans Auspacken der Koffer und Taschen. Absprachen, wer in der dritten Etage des Bettes und wer unten schläft wurden gehalten und die Toiletten und der Rest des Hausen ausführlich unter die Lupe genommen.

Nach dem Auspacken fand nun eine Schnitzeljagd statt. Die ÄTN's (das heißt: die älteren Teilnehmer) gingen als erste Gruppe voran und eroberten die Umgebung. Der Rest der Truppe verfolgte sie.

In den 2 1/2 Stunden Schnitzeljagd konnten ein Teil der Betreuer sich an die Arbeit machen um das Haus nach unseren Geschmack einrichten. Da unser diesjähriges Thema der FFZ .Piraten" war, wurden Piratenflaggen gehisst, Aussichtsplattformen erbaut und die Segel gesetzt. Ein Gefühl von Freiheit und dem Leben auf dem Meer war auf unserem Schiff (naja, in unserem Aufenthaltsraum) zu spüren. So aufregend und erwartungsvoll wie der Tag begonnen hatte, endete er nun auch. Alle waren aufgekratzt und bis die Letzten schliefen wurde es sehr spät...

Die nächsten Tage waren mit reichlich Programm gefüllt. Ballspiele, bereits vorbereitete Spiele, wie Activity, das SMS- Spiel, Geländespiele, das Etappenspiel und vielem mehr hielten uns und besonders die Teilnehmer auf Trapp. Auch die abendlichen Rituale, wie gemeinsames Zusammensitzen, Tee trinken und viel lachen durften dabei nicht fehlen.

Wie in jedem Jahr waren alle besonders auf das Etappenspiel gespannt. "In welcher Gruppe bin ich wohl?“ „Was müssen wir alles machen und wer wird gewinnen?“ All diese Fragen huschten durchs Haus, bis die erste Etappe nun anstand. Ziel war es, mit Hilfe von Zetteln die in einem weiten Umkreis ums Haus verteilt wurden, seine Piratenfamilie zu finden. Einen Zettel hatten wir dabei so gut versteckt, dass wir ihn erst Tage später wieder fanden. Nicht wahr, Marie???

Familiennamen wurden sich ausgedacht, Flagge gemalt, Piratengeschichten geschrieben und Modellschiffe erbaut. Alle verteidigten sich auf den sieben Weltmeeren so gut wie sie konnten, doch es war auch klar, dass nur einer den Schatz finden konnte.

Ein besonderes Ereignis der Etappengeschichte war unser Zwischenabend. Es wurden lange Tafeln errichtet und mit dem leckersten Piratenmenü, welches sich die Piraten dieser Zeit nur erträumen, bedeckt. Es gab Haifisch und andere Meerestiere, Muscheln und eine wunderbare Titanicbowle und viele leckere Nachtische.

Das Ambiente stimmte und es wurde in ruhiger und lustiger Stimmung gespeist.

Der weitere Abend wurde von den einzelnen Etappengruppen mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Musikalische Stücke mit Hilfe von Küchenutensilien, eine Cocktailshow (natürlich nur mit Milch, Säften, Tee etc.) und kleine Theaterstücke wurden präsentiert. Zwischendurch konnte man sich mit süßen Leckereien vom restlichen Buffet stärken. Der Abend klang nach dem eigentlichen Programm mit einer wilden Party langsam ab. Zum Thema Etappenspiel, besonders der Zwischenabend, ist außerdem zu erwähnen, dass ein Etappenspiel nur durch die Mitspieler und dessen Vorbereitungen so schön werden kann. Ihr habt euch wieder sehr viel Mühe gegeben und diesen Abend zu einem weiteren unvergesslichen Zwischenabend unserer Ferienfreizeiten gemacht. Ein großes "Danke schön“ an alle Teilnehmer...

Auch Tagesausflüge standen auf unserem Plan. In der ersten Woche sind wir zum weit entfernten Strand gefahren. Nachteil dieser Tagestour war, dass das Meer so weit entfernt von uns lag und wir nicht bis dort hin laufen konnten. Schließlich haben wir uns überlegt, dass wir mit unserem Bulli und einem Auto von der Küche etappenweise die Kinder zum Strand bringen. Theoretisch hörte sich das auch alles gut an, aber praktisch umgesetzt wurde uns dann klar, dass die Idee viel Zeit in Anspruch nahm. Als schließlich alle Kinder und Betreuer am Strand versammelt waren, sind diejenigen, die mit dem ersten Rutsch gefahren wurden am Frieren, da der Wind kalt war oder sie hatten sich schon ein wenig verbrannt ohne es zu merken, da die Sonne sehr intensiv auf der Haut brannte. Trotz eincremen, ich betone es wurde sich auch mit Lichtschutzfaktor 40 eingecremt, verbrannten sich einige in der Sonne, so dass sie noch Tage später etwas davon hatten. Kannst du dich erinnern Victor?

Trotz der langen Fahrt zum Strand verbrachten wir unseren Tag mit einer super Strandolympiade, mehreren Ballspielen und dem Toben in dem wilden Meer.

Der Weg nach Haus verlief, wie schon vom Hinweg gewohnt, wieder so ab. An der Stelle möchte ich mich bei Matthes und Carsten bedanken, die insgesamt 8 Stunden an dem Tag im Auto saßen, zwischendurch noch einkaufen waren und somit leider nur eine Stunde am Strand verbringen konnten. Danke!

Wir unternahmen außerdem in der ersten Woche noch einen Tagesausflug nach Thisted, wo wir ein Stadtspiel vorbereitet hatten und später noch die restliche Zeit mit einem gemütlich Stadtbummel füllen konnten. Um uns von dem anstrengenden Stadtspiel zu erholen, wurde uns das Mittagessen in Form eines leckeren Picknicks vom Küchenteam angeliefert. Sehr lecker... Ein weiteres Phänomen hat sich außerdem beim Stadtbummel bestätigt. Der weiblich Teil der Betreuer und des Küchenteams konnten ihre Schuhsucht nicht kontrollieren und somit war für einige klar, dass der Koffer mit 2- 3 Schuhen mehr im Gepäck die Reise zurück nach Freisenbruch antreten werden.

In der zweiten Woche kam dann endlich der lang ersehnte Tagesausflug in den Freizeitpark. Trotz schlechtem Wetter am Nachmittag war dieser Tag super lustig und voller Überraschungen. Da man ja jetzt sowieso schon vom Regen bis auf die Haut nass wurde, haben wir uns gedacht, dass einige Runden mehr als sonst auf der Wasserbahn den Kohl auch nicht mehr fett machen. Schließlich hatten wir ja vorgeplant und uns Ersatzsachen mit eingepackt, die wir vor der Rückreise zum Haus anzogen.

Wie in jedem Jahr trafen wir uns die Abende, auf der großen Wiese hinterm Haus mit Ausblick auf dem Fjord, um unsere gemeinsame Abendgebete zu zelebrieren. Wie dankten Gott für die schönen Tage, das leckere Essen, das sich keiner verletzt hat und die gemeinsamen Stunden die wir zusammen verbringen konnten. Auch kleine Streitigkeiten, die überall mal vorkommen, erzählten wir ihm und dachten in der Gemeinschaft über die Lösungen der Probleme nach.

Auch in den zwei Wortgottesdiensten die wir feierten, konnten alle ihre Gedanken über die Ferienfreizeit, die Familie zu Hause und vielen anderen Überlegungen kreisen lassen....

Ich denke, dass es allen gut tat einmal am Tag in gemütlicher Runde über sich und die Welt nachzudenken und zur Ruhe zu kommen. Die Abendgebete waren wirklich sehr schön!!! Dank geht hier an alle Teilnehmer und Betreuer, die bei der Vorbereitung der Abendgebete geholfen haben.

Und so schnell wie die Fahrt begonnen hatte, so schnell endete sie auch. Wir packten unsere Koffer und unser Material und brachen am frühen Samstagmorgen den Weg ins schöne Freisenbruch an. Die Rückfahrt verlief unerwartet gut ab, da wir mit einem Stau am letzten Ferientag gerechnet hatten, es weit und breit aber keiner zu sehen war... Schließlich kamen wir um 22:00 gesund und munter, naja eher müde, an.

Und wenn wir es auch die meisten nicht zu geben wollen, unser Freisenbruch ist schon ein nettes Plätzchen und zu Hause ist es immer noch am schönsten, nicht wahr???!!!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die diese Fahrt unterstütz haben. Ob mit dem Kauf einer oder mehreren Kartenaktien, mit Kuchen, mit Sachspenden, Geldspenden oder der eigenen Körperkraft, etc. :.DANKE, DANKE, DANKE!"

Einen besonderen Dank, gilt aber unserem Küchenteam Birgit und Michael Reuß und Doris und Ulrich Sperling. Ihr habt das Werk vollbracht, wieder die leckersten Gerichte und Nachtische zu zaubern, die schließlich auch an einigen Bäuchen zu sehen waren... „Danke schön."

Auch Martin Heising danken wir. Für die Piratennews, die am Pfarrheim veröffentlicht wurden, für die Videokamera, die du uns geliehen hast und für den fast täglichen Wetterbericht, wie das Wetter bei uns werden soll. Dank dir..."

Dann Danke an alle Betreuer und Betreuerinnen. Ohne euch und euren Ideen, ist so eine Fahrt nicht möglich. Ihr seid klasse und ich hoffe die Fahrt 2007 nach Holland verläuft ähnlich gut wie die diesjährige. „Danke!“

Ich hoffe ich habe jetzt keinen vergessen, und wenn ja, dann tut es mir sehr leid. Ich hätte noch einiges zu berichten, aber manche Geschichten müssen einfach geheim bleiben. Nicht wahr???

 

 

September 2006 Katrin Weimer

 

 

 

 

 

 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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