2002 Ellemeet

 

 

 

 

Ellemeet 2002 - Wir belagern GaLiien .....

 

Nun ist sie also schon wieder vorbei unsere 14. Ferienfreizeit. Ziemlich schnell ist sie vergangen, nicht nur die Fahrt auch die Vorbereitung. Eigentlich kam es einem so vor, als ob man gerade erst die Sachen in Ellemeet eingepackt hatte und schon war man wieder da. Und das hat im vor hinein für ziemlich viel Aufregung gesorgt, zumindest unter den Betreuern. "Wie, wir fahren schon wieder nach Ellemeet? Das ist doch total langweilig! Wie sollen wir den die 40 Kinder beschäftigen, die kennen da doch schon alles. Und wohin sollen wir die Tagesausflüge machen?" Na ja, ziemlich viele Fragen zu Beginn, aber irgendwie haben wir es doch geschafft, Antworten zu finden, denn dafür sind ja Vorbesprechungen da. Und langweilig war die Fahrt ganz bestimmt nicht...

Freitags morgens gings dann los. Alle waren pünktlich. Alle? Nein, der Busfahrer ließ sich etwas Zeit. Nach einer tollen Rundfahrt durch Freisenbruch, war es dann doch möglich um kurz vor neun mit dem Beladen zu beginnen. Na ja, Schwamm drüber! Dafür war der Busfahrer ziemlich klasse und witzig, auch wenn wir die ganze Zeit Ballermann-Hits hören mussten...

Dann waren wir in Ellemeet, und das bei herrlichstem Wetter. Kurze Stärkung und Erfrischung, Taschen aufs Zimmer, schnell Badesachen heraussuchen und dann ab zum Strand. Optimaler hätte es gar nicht laufen können. So hatten einige Betreuer schon mal die Zeit, das Haus zu dekorieren und umzugestalten. Es war dann auch ziemlich toll, abends von zwei Herren - nennen wir sie einfach mal Micha und Josti - zu hören, wie toll es doch am Strand war und das sie schon 4 mal im Wasser waren! Glückwunsch, es war auch super im Haus zu schwitzen und hinterher mal kurz unter die Dusche zu springen!

Abends gings dann auch direkt los mit unserem Etappenspiel. Dafür mussten wir noch mal zum Strand. Leider fiel die erste Etappe dann buchstäblich ins Wasser!

Warum es da unbedingt anfangen musste zu regnen und zu gewittern, wissen wir bis heute nicht. Also, kurz improvisieren und dann fand die erste Etappe kurz und knapp im Haus statt.

Mit dem Wetter hatten wir ohnehin in den ersten Tagen ein wenig zu kämpfen. Morgens herrlichster Sonnenschein, Strandzeug aufgeblasen, gerade am Strand angekommen - Regen. Wieder alles einpacken, zurück zum Haus, heiß duschen, warmer Tee und dann? Na ja, mal wieder ein bisschen improvisieren. Klasse! Zum Glück ging das nur die ersten 3-4 Tage so, danach wurde das Wetter beständiger und man konnte besser planen.

Ach ja, unser Etappenspiel: Asterix und Obelix war in diesem Jahr unser Thema. Nach der verregneten ersten Etappe ging es dann gleich richtig los. Miraculix war entführt worden und der Zaubertrank wurde immer knapper. Also mussten wir Zutaten sammeln. Geschenkt bekommt man natürlich nichts, also waren Aufgaben zu erfüllen. Zunächst einmal musste geklärt werden, wer überhaupt im Dorf wohnt, welche Hobbys er hat und welche Funktion er ausübt. Ohne den Zaubertrank war man den Angriffen der Römer ausgeliefert. Es musste also anders Abhilfe geschaffen werden, am besten durch den Bau von Kampfhelmen. Dieser sollte nicht einfach nur massiv sein, sondern auch gut aussehen. Denn: je prachtvoller der Helm eines Kriegers, desto größer ist, seine Kampfkraft. Also wurde gekleistert, geklebt und dekoriert. Die Ergebnisse konnten sich echt sehen lassen. Der Angriff der Römer stand unmittelbar bevor, deswegen musste auch die körperliche Fitness trainiert werden. Und körperliche Fitness bekommt man nun mal am besten durch olympische Spiele. So konnte dann die körperliche Verfassung in verschiedenen Wettkämpfen getestet werden, wie beispielsweise dem Diskuswurf, dem Kugelstoßen, dem 100m Sprint oder dem 800m Lauf (Schade, dass die Flut dann doch relativ schnell kam und ein Teil der Strecke durchs Wasser ging ... ). Nicht zu vergessen ist natürlich auch das Kunstturnen, bei dem vor allem die Betreuer eine ganz tolle Figur machten (Hallo Schumi und Maxime).

Wie es sich für olympische Spiele gehört, gab es abends auch einen Empfang mit entsprechender Siegerehrung. Unser Aufenthaltsraum hatte sich in einen Festsaal verwandelt. Ein Treppchen und die olympischen Ringe durften natürlich nicht fehlen. Die einzelnen Gruppen zogen mit ihren Fackeln ein. Wieso die Mannschaften aber unbedingt von mir im Vogelkostüm hereingeführt werden sollten, verstehe ich bis heute nicht. Irgendwie passte das ja nicht... Hauptsache Heike und Kathi hatten ihren Spaß (und ihr fahrt nicht mehr alleine nach Venlo!).

Die 3 besten Teams erhielten standesgemäß Medaillen, überreicht durch Asterix & Obelix. Das war schon ein ziemlich toller und festlicher Anblick.

Nach der Siegerehrung gab es dann ein Festessen. Unser Küchenteam hatte sich wahrlich übertroffen: Rippchen, Chicken Wings, Chicken Nuggets, Pommes frites, Folienkartoffeln und verschiedene Salate ließen keine Wünsche offen. Ich glaube allzu viel ist nicht übrig geblieben, es hat also wieder mal allen geschmeckt.

Nach dem Abendessen wurde dann richtig gefeiert. Die einzelnen Gruppen hatten vorher Darbietungen ausgearbeitet. So wurde getanzt, eine Marktszene nachgespielt, wir sahen einen Gladiatorenkampf, hörten Werbung für den Zaubertrank und ein Hörspiel, und aktuelle gallische Nachrichten gab es natürlich auch.

Und auch unser Herr Pastor Gaberle hatte etwas vorbereitet. Ein kleines Lied über den Mann an der Friteuse'. Ob es ein Welthit wird wissen wir zwar noch nicht, falls es so sein sollte, bekommen wir zumindest einen Anteil am Verkaufserlös ab. Vielen Dank!

Auch wir Betreuer hatten ein Lied vorbereitet. Auch wenn wir nicht besonders gut gesungen haben, war es doch erstaunlich, zu was man nachts um eins noch alles fähig ist.

Unser Etappenspiel ging dann in Rom weiter. Und zwar mit ganz viel Rennerei. Denn auch in Rom scheinen Behördengänge nicht ganz einfach zu sein und irgendwie musste man ja an den Passierschein kommen. Okay, vielleicht war dieses Spiel ein wenig anstrengend, vor allem bei 25 Grad, aber so ein bisschen laufen macht ja auch mal Spaß! Dafür war die nächste Etappe dann wesentlich ruhiger.

Jeder hatte die Möglichkeit, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen und einen eigenen Asterix Comic zu schreiben. Zum Abschluss des Etappenspiels musste dann auch nochmals ein bisschen geradelt werden (sorry, es war der letzte Tag also mussten wir die Etappe durchziehen. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es auch der heißeste Tag werden würde ... ). Zum guten Schluss haben wir dann unseren Miraculix wiedergefunden. Jeder bekam für seinen Einsatz abends ein von uns bedrucktes T-Shirt überreicht. Hoffentlich passt es auch allen.

Gerade beim Etappenspiel ist uns Betreuern aufgefallen, wie gut die Gemeinschaft in dieser Gruppe funktionierte. Vor allem die älteren Teilnehmer haben sich super um die Jüngeren gekümmert und sie sehr gut ins Spiel mit einbezogen. Das war klasse!!! Gewinnen ist nicht alles. Was zählt ist die Gruppe. Und dafür gab es dann auch Fairness bzw. Teampunkte.

Aber unsere Fahrt bestand ja nicht nur aus dem Etappenspiel, wir haben noch einiges mehr gemacht. In Zierikzee musste mit Hilfe eines Kompasses der richtige Weg gefunden werden (das hat sogar ziemlich gut geklappt), die nähere Umgebung lernten wir beim Stationsspiel kennen, es wurde gebastelt und Familienduell oder Ruckzuck gespielt.

Und wir haben etwas über den Beginn der Freundschaft zwischen Asterix & Obelix erfahren. Alles begann mit einem großen Streit'. Und dieses Spiel war gründlich vorbereitet. Immerhin hatten Micha und Stacho sich dafür auch 8 von 10 Vorbesprechungen Zeit gelassen. Wahnsinn! So lange brauchte nicht mal die Etappenspiel-Gruppe und die hatten nicht einen, sondern 7 Programmpunkte zu füllen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es doch ein Fehler war, euch die Vorbereitung in der Küche direkt neben dem Kühlschrank machen zu lassen....

Vor allem aber hatten wir in diesem Jahr mal wieder die Möglichkeit, mehr als einmal zum Strand zu gehen. Das war schon super, und für einige auch mal recht erholsam, sich einfach nur faul in den Sand zu legen, sich auszuruhen, Sandburgen zu bauen oder einfach nur im Wasser irgend Jemanden zu döppen oder von den Gummitieren zu schmeißen.

Ach ja, und irgendwelche Kids einzugraben macht ja tierisch viel Spaß. Vanessa, Du legst es aber auch immer wieder drauf an ... es hat sogar fast jeder geholfen!

Zu guter letzt haben wir auch noch 2 Tagesausflüge unternommen. Einen nach Rotterdam, wo wir eine Hafenrundfahrt gemacht haben und uns das Stadium anschauen konnten. Ich kann ja nichts dafür, dass wir auf der ganzen Fahrt die Fan-Lieder von Rotterdam hören mussten. Und dann mussten wir uns auch noch den Trainingsauftakt der Mannschaft anschauen, die am 8.Mai Borussia Dortmund mit 3:2 im UEFA - Cup Finale geschlagen hat. Irgendwie habe ich mich schon ein bisschen darüber gefreut und so richtig leid tut es mir auch nicht... Aber Alexi, nicht traurig sein: Irgendwann wird Dortmund auch mal gewinnen...

Der zweite Tagesausflug ging dann in den Freizeitpark nach Drievliet. Obwohl es ein wenig voll war, war es dennoch ein ziemlich schöner Tag. Warum aber einige die Wasserbootbahn ohne Boot befahren haben, verstehe ich bis heute nicht.

Allerdings waren es nicht nur einige Teilnehmer die in dem Freizeitpark nass geworden sind, auch die Steuerfrau des etwas tiefer gelegten Betreuerbobs auf der Wildwasserbahn hatte nach der Zieleinfahrt eine völlig durchnässte Hose (ne Kathi).

Abschließend möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, die an der Vorbereitung und der Durchführung der Ferienfreizeit beteiligt waren.

Ein besonderer Dank geht an Agnes Filzen, Roswitha Schlüter und Klaus Thissen die uns wieder mal 15 Tage erstklassig versorgt haben. Das Essen war wieder ausgezeichnet, und alle sind mehr als satt geworden. Schön auch, dass ihr in diesem Jahr euren Liegestuhl auch mal im Freien aufstellen konntet. Klaus, es tut mir wirklich leid, dass Dein Liegestuhl nach der ersten Woche kaputt gegangen ist. Ich hoffe, Du konntest Dich trotzdem erholen. Aber irgendwie war es ja doch ein wenig ungewöhnlich, dass ihr am Ende wesentlich brauner wart als wir, oder?

Ein Dankeschön auch unserem Herrn Pastor Gaberle der uns für 5 Tage besucht hat und mit uns die heilige Messe gefeiert hat. Wir haben uns alle sehr darüber gefreut, dass Sie die Zeit für uns gefunden haben. Falls Sie noch mal Interesse haben mitzufahren, Sie sind bei uns jederzeit herzlich willkommen!

Danke auch an Dirk Filzen, der mich in der Vorbereitung und bei offenen Fragen jederzeit unterstützt hat.

Ach ja, DANKE auch an unsere Fahrer. Annegret und Peter Stachowiak, die einige Betreuer auf der Hinfahrt nach Ellemeet befördert haben und natürlich an unsere beiden LKW-Fahrer Christian und Ali. Vielen Dank auch für eure Hilfe vor Ort.

Ein ganzer besonderer Dank geht aber zu guter letzt an alle Betreuer, die die Zeit gefunden haben, das Programm mit vorzubereiten und mitzufahren. Ohne Euch wäre so eine Fahrt nicht möglich. Auch die jüngeren Betreuer, die neu hinzugekommen sind, haben ihre Sache super gemacht, auch wenn einer vielleicht ein wenig dreist war (Schumi, Du hast immer noch keine Aufenthaltserlaubnis für unser Zimmer!!! - Ich weiß, ein bisschen Schwund ist immer...)

Hoffentlich macht ihr auch in den nächsten Jahren alle weiter.

Die Fahrt ist wieder mal viel zu schnell vergangen. Mir hat sie auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Ausgeschlafen sind wir mittlerweile alle wieder. Eigentlich könnte es schon wieder losgehen, aber bis zur nächsten Fahrt sind es ja noch ein paar Monate .....

Diese findet dann aber auf jeden Fall nicht in der 3. & 4. Ferienwoche statt. Ich weiß, dass der Termin in diesem Jahr nicht ganz glücklich war. Aber bevor gar keine Fahrt stattfindet... Alle können ja nun mal nicht mit nach Amerika und von daher wollten wir halt für eine Alternative sorgen...

Wir würden uns freuen, alle im nächsten Jahr bei der Fahrt wiederzusehen!

 

 

Patrick Ferber September 2002

 

 

 

 

 

 

 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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