1998 Wennigsen

 

 

Wennigsen 1998

 

Da stand sie nun vor der Tür: Unsere 10. Ferienfreizeit!

Da blieb nur noch eine Frage zu klären: WOHIN????

Und so machten sich einige der Betreuer auf nach Holland, um nach einem schönen Haus an der Nordsee zu suchen. Doch leider ließ sich dieses Haus einfach nicht finden Also, was tun??? Ab in den Wald!!!!

So wälzten diese Betreuer ein Gruppenunterkunftbuch nach dem anderen und fanden einige Häuser die interessant schienen. Voller Elan fuhren sie dann zu diesen Häusern und sahen sie sich an. Doch egal wo sie waren, die Enttäuschung war jedesmal sehr groß!

Also doch zu Hause bleiben!, dachten sich die Betreuer. Aber das können wir doch auch nicht machen!!! Und so machten sich die nun doch schon sehr geknickten Betreuer wieder auf,  um sich auch das letzte Haus, das sie in Betracht gezogen hatten, anzusehen. Und da stand es - ein gepflegtes Haus, sehr gut eingerichtet, hat Platz für 45 Personen und steht, auch noch fast mitten im Wald! Also, nichts wie hin!!

Kaum' waren die Anmeldungen raus, waren auch schon über die Hälfte der Plätze besetzt. Die Betreuer trafen sich, wie in jedem Jahr, schon Monate vorher, um ein spektakuläres Programm für die Kinder vorzubereiten, damit keine Langeweile aufkommen würde.

Und dann ging es los: Donnerstag Morgen, 8.30 h vor der Kirche!

Ein Traum von Bus fuhr auf den Kirchplatz und sofort begannen die Eltern den armen Busfahrer mit Koffern und Reisetaschen zu bombardieren. "Nach dem Reisesegen stürmten dann alle Kinder die obere Etage des Busses und nahmen diese komplett ein, so dass für die Betreuer nur noch die untere Etage übrig blieb, sie dadurch aber sehr ruhige 3 1/2 Stunden Fahrt vor sich hatten.

Kaum von zu Hause abgefahren, flossen auch schon die ersten Tränchen, aber dieses Problem regelte sich sehr schnell von selbst und ansonsten war die Fahrt sehr ruhig.

Am Haus empfing uns dann das Küchenpersonal mit leckerem Kuchen und selbstgemixten Getränken, die wir alle wir alle sehr genossen haben. Nachdem dann alle Koffer der Kinder ausgepackt waren schauten wir uns die nahegelegenen Wasserräder im Wald an und danach konnten sich die Kinder erst einmal am Haus austoben, so dass sich die Betreuer auch endlich ihren Koffern widmen konnten.

Abends wurde dann natürlich, wie es nicht anders zu erwarten war, Fußball geguckt, während sich die Mädchen mit Twister und Activity vergnügten.

Die erste Nacht kam und natürlich war keines der Kinder bereit auch nur eine Minute ans Schlafen zu denken, bis es dann endlich gegen 2.30 h so ruhig im Haus war, dass sich die Betreuer auch zu Bett begeben konnten. Doch kaum lagen sie, waren um 5.30 h die ersten Kinder schon wieder wach und mussten ausprobieren, wie viel Stufen der Treppe vor dem Mädchengang man auf einmal überspringen kann, was natürlich auch alle, die noch geschlafen haben, wieder aus ihrem Schlaf riss. Dann gab es endlich Frühstück und mit ein paar Tassen Kaffee ließ sich alles direkt viel besser ertragen. Nach dem Frühstück gingen wir, dann nach Wennigsen und, stellten, fest, dass so ein klitzekleines Stückchen  Weg auf, der Karte in Wirklichkeit eine Dreiviertelstunde dauerte. Doch das trugen wir alle mit Fassung und genossen noch einmal, das schöne Wetter auf dem Weg.

Es folgte das Geländespiel und beim ersten Versuch rannten alle irgendwie quer durch den Wald, ohne überhaupt so richtig zu wissen, wie das Spiel geht. Also versuchten wir das Spiel noch einmal, und einige Betreuer waren dann auch dabei und schon klappte es. Auf allen Vieren durch das Gebüsch kriechend versuchte man zu dem Lager der anderen Mannschaft zu gelangen, ohne dabei gefangen genommen zu werden. Leider gelang das nicht ganz so vielen, und nicht ohne kleinere Schäden. Schlau, wie wir waren, hatten wir nämlich alle, weil es so heiß

war, kurze Hosen und T-Shirts an und somit alles verkratzt, wo kein Kleidungsstück drüber war. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht, denn dies sollte unser letzter Tag mit schönem Wetter sein. Ab hier ging's bergab mit den

Temperaturen.

Der Höhepunkt des diesjährigen Programms war, wie jedes Jahr das Etappen-spiel. Dort verwandelten sich, die sonst so lieben Betreuer auf einmal in böse Dämonen, Hexen, Magier oder dumme, faule Erdmännchen. Sie stellten den einzelnen Völkern, zu denen sich die Kinder zusammengefunden hatten, immer wieder Aufgaben um zu verhindern, dass diese zu der Zauberkugel gelangten.

Die einzelnen Völker mussten beweisen, welches Volk würdig wäre, die Zauberkugel zu erhalten. Sie taten dies, indem sie beim Roulettespiel Mann gegen Mann antraten, sich so große Hütten bauten, dass alle von ihnen  hineinpassten, der Hexe beim Hausputz halfen, mit ihren Schätzen quer durch den Wald robbten um sie zu ihren Hütten zu bringen, ohne von den Dämonen niedergeworfen zu werden oder, indem sie- bewiesen, dass sie mit dem ihnen anvertrauten Zauberbuch richtig umgehen konnten. Trotz all dieser schwierigen Aufgaben hat es tatsächlich ein Volk geschafft, sich mit einem riesigen Vorsprung von den anderen Völkern abzusetzen. Es fühlte sich damit so sicher, dass es nicht bemerkte, dass ein anderes Volk, nämlich die kleinen, faulen Hobbits, sie in der letzten Etappe überholt hat und somit als Sieger feststand. Doch kurz bevor die Zauberkugel den Hobbits überreicht werden sollte, ließ eines der trotteligen Erdmännchen die Zauberkugel fallen und sie zerbrach (es ist also kein Wunder, dass dieses Erdmännchen auch die Zimmerbewertung verloren hat !!!). Aus diesem Grunde konnten die Sieger nur noch mit einer Ersatz (Plastik-)zauberkugel geehrt werden.

Aber der absolute Höhepunkt war unser Zwischenabend. Wir verkleideten uns als Hexen, Elfen, Waldschrate, Waldgeister oder Ähnliches und so manch einer verkleidete sich so gut, dass man ihn gar nicht mehr erkannte. Unser Speisesaal hatte sich in eine dunkle, neblige Höhle voller Spinnen und Fledermäuse verwandelt. Zum Fest des Tages gab es 3 Gänge. Als Vorspeise gab es Spinnen-Fledermausgebräu. Die Hauptspeise war Ratte am Spieß und als Beilage gab's Würmer und Maden. Zum Nachtisch überreichten uns die Elfen ein wunderschönes dreifarbiges Elfenelexier zur Stärkung. (An, diese Stelle ein großes Lob an unsere Küchenschaben, die sich hier mal wieder selbst übertroffen haben.) Anschließend haben wir uns eine Geschichte von den Nymphen erzählen lassen, einen Bericht über das Leben der Waldschrate, einen Tanz der Elfen und ein Hexenduell angesehen und zum Einschlafen erzählten uns die Dämonen noch eine Gruselgeschichte.

Unser Tagesausflug ins Rasti-Land fiel leider sehr nass aus, aber störte nicht beim Spaß haben, denn so eine Achterbahn, Geisterbahn oder Schiffschaukel ließen uns den Regen schnell vergessen. Und da wir der Meinung, waren dass der Regen uns noch nicht genug erfrischt hätte, amüsierten wir uns den halben Tag auf den Riesenwasserrutschen. Die Wettrennen haben leider fast immer die selben Personen gewonnen (ob das wohl' an deren Gewicht lag ???), außer wenn die Aufsichtsperson dort dem Schicksal etwas nachhalf und den Startknopf der leichteren Personen etwas eher drückte.

Auf der Fahrt zum Park und zurück wurde schon viel geschlafen, obwohl wir erst 5 Nächte hinter uns hatten.

Der zweite Ausflug zum Serengeti-Park war zum Glück etwas trockener, aber laut den Tieren, die da so rumliefen, befanden wir uns ja auch irgendwo mitten im Dschungel und so manch einer wurde sogar vom wilden Affen gebissen. Andere ließen sich von den Affen den Kopf kraulen oder den Rucksack, bzw. die Jackentasche ausrauben. Weiter ging es dann mit dem Bus quer durch ganz Afrika. Giraffen griffen unseren Busfahrer an, um die Möhren zu klauen, die er vor ihnen verstecken wollte und Nashörner warfen auch mal einen Blick zu uns rein. In diesen Momenten hatten es so einige von den Kindern bereut, dass sie sich in die obere Etage gesetzt hatten und die Betreuer wieder einmal unten saßen und somit alles hautnah erleben konnten. Aber so ist halt da Leben.

Unser Abschlussabend beinhaltete dann noch einen spannenden Wettkampf, den die Kinder gegen die Betreuer Mann gegen Mann ausgetragen haben. Auch wenn die Betreuer sich beim Kartensaugen oder Wettbettenbeziehen etwas geschickter anstellten als die Kinder, überragten diese beim Kartenhaus bauen, oder Limbo tanzen und gewannen schließlich knapp mit 10 : 8 Punkten. Bei der darauffolgenden Disko zeigten die Betreuer jedoch mehr Kondition, denn über die Hälfte de Kinder war schon vor Erschöpfung ins Bett gefallen.

Natürlich war auch dieses Jahr unser Radio wieder dabei und mit neuen DJ`s ging es genauso lustig weiter wie es im letzten Jahr aufgehört hat. Wieder einmal wurden Traumpaare der Kinder und der Betreuer gewählt, es gab die Hitparade und auch sonst gingen alle Musikwünsche in Erfüllung.

Ansonsten bliebe nur noch zu erwähnen, dass wir dort sehr nette Nachbarn hatten, die uns oft besuchten oder nette Briefe schrieben und sehr viel Verständnis für die Kinder aufbrachten.

Bis auf die Tatsache, dass wir wahrscheinlich alle wieder auf Grund der guten Verpflegung 3 kg zugenommen haben, war uns allen diese Fahrt doch sehr gut gelungen und hätte auch ruhig noch länger dauern können, wenn da dieses riesige Schlafdefizit nicht gewesen wäre, aber keine Angst, im nächsten Jahr geht's weiter.

 

 

CAMPERDUIN, WIR KOMMEN!!!!!

 

 

 

aktualisiert am 01. Juli 2017

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