1990 Rhode


 
 
Bericht der zweiten Ferienfreizeit der kath. Jugend St. Antonius nach Rhode am Biggesee im Sauerland - 1990
 
Es sind gerade drei Monate vergangen, seit wir müde, aber froh gelaunt, am 02.07.1990 gegen 12.00 Uhr aus Rhode zurückgekommen sind.
Wir hatten es wieder einmal geschafft!
Wir, die Gruppenleiter und Mitarbeiter aus der kath. Jugend, hatten unsere 2.Ferienfreizeit, ohne Verletzungen und schwierige Vorfälle, hinter uns gebracht. Es war sogar wieder eine großartige Fahrt gewesen. Obwohl wir in diesem Jahr mittlerweile schon mit 44 Teilnehmern gefahren sind und die Leitung ausschließlich bei den Mitgliedern der Jugend lag, haben wir auf dieser Fahrt wieder so viel Spaß gehabt und so viel unternehmen können, daß alle Befürchtungen niedergeschmettert werden konnten.
Denn daß wir ohne einen "älteren" Erwachsenen losgefahren sind, ist schon eine stramme Leistung. Wir, das Team von 7 Betreuern und 3 Betreuerinnen, haben zwar in häufigen Vorbesprechungen, die schon im Januar begonnen haben, versucht alles vorzubereiten. Aber es ist trotzdem nicht einfach mit 34 Kindern für 2 Wochen auf Reisen zu gehen und fest davon überzeugt zu sein, an alles gedacht zu haben.
Angefangen hatte alles mit der „Super-Fahrt“ nach Schmidt, die einfach unvergessen bleibt. Wir fühlten uns im Grund dazu verpflichtet, auch für 1990 eine Ferienfahrt durchzuführen. Damit fingen natürlich auch sofort wieder die Probleme an. Obwohl wir kurz nach der Rückkehr aus Schmidt ein geeignetes Ziel für 1990 gesucht haben, fanden wir zunächst einmal nichts. Wir nahmen Kontakt zu vielen, in den unterschiedlichsten Orten liegende Häuser auf. Doch ohne Erfolg. Bis wir dann, nach erneuter Anfrage beim Ferienwerk Oberhausen Glück hatten. Eine Gruppe, die sich für Rhode vorangemeldet hatte, war abgesprungen. Das war die Chance für uns. Zu zweit fuhren wir am 10.09.1989 nach Rhode und sahen uns Haus und Umgebung an. Somit konnte ich am 11.09.1989 das Landschulheim in Oberhausen anmieten.
Damit war das schwierigste Problem gelöst. Als dann die Anmeldungen liefern, konnte ich gar nicht so schnell Plätze nachmieten, wie Anfragen vorhanden waren. Es war jedoch für alle möglich mitzufahren. Leider sprangen dann Anfang dieses Jahres, aus mir unerklärlichen Gründen, vier Leute ab. Diese Plätze mußten nun nochmal neu belegt werden. Doch waren Anfang Februar alle 44 Plätze belegt. Nun konnten wir mit den Vorbereitungen beginnen.
Das Programm haben wir dann auf unserer Vorfahrt am 17. Und 18.03.1990 erarbeitet. Auf dieser Vorfahrt hatten dann auch die Betreuer Zeit, sich etwas besser kennenzulernen. Denn es soll bl0ß niemand glauben, daß man „einfach so“ ein paar Betreuer zusammentrommelt und mit denen eine Ferienfreizeit machen kann. Gerade die Betreuer müssen untereinander eine Einheit bilden, damit sie in ständigem Austausch von Informationen stehen können. Ansonsten taucht nämlich die Gefahr auf, daß die Kinder das schlechte Verhältnis unter den Betreuern ausnutzen und so noch mehr Unfrieden entstehen kann. Man muß den Kindern deutlich machen können, daß jeder Betreuer die gleichen Informationen hat und jeder die Aussagen anderer Betreuer bestätigt und diese ebenfalls vertritt.
Nach dieser Vorfahrt kam die harte Phase der Vorbereitung. Neben dem weiteren Ablauf des Programms der kath. Jugend und dem Vorbereiten des Pfarrfestes war das kein so einfaches Vorhaben. Es ging wieder mal ans Einkaufen, besorgen von Bastel- und Spielmaterialen, vervielfältigen von Rätselvorlagen und Bastelanweisungen. Pläne des Küchendienstes und der Zimmerbewertung mußten erstellt werden. Zwischendurch hatten wir noch den Elternabend. Die Endphase der Vorbereitung trat genau während des Pfarrfestes ein und brachte einen ganz schön ins Schwitzen. Doch dann kam aber endlich wieder der Abend, an dem gepackt wurde. Wir sammelten uns im Pfarrheim und wieder räumten wir den Jugendraum aus und alles in Kartons ein. Am Ende dieser „Packzeremonie“ stapelten sich 15 große Kartons vor uns.
Montagmorgen, den 18.06.1990, um 8.00 Uhr ging es los!
Die ersten Kinder wurden, unausgeschlafen aber aufgeregt und voller Erwartungen, von ihren Eltern zur Kirche gebracht. Während des Reisesegens war eine richtig nervöse und erwartungsvolle Atmosphäre in der Kirche zu spüren. Unserem Herrn Pastor gelang es aber sehr gut, diese Stimmung durch ein paar Bemerkungen aufzulockern. Dann fuhren wir los. Eine hefte Abschiedsszene fehlte selbstverständlich auch nicht5. Nun war Freisenbruch um 44 Schreihälse ärmer. Das Sauerland, nach gut 2 Stunden Fahrt, dafür um 44 Schreihälse reicher!!
Es ist natürlich sehr ungerecht von dem Sauerland, daß es so weit weg ist. Wir waren noch nicht ganz auf der Autobahn, als die ersten schon fragten, wann wir denn endlich da seien.
Endlich in Rhode angekommen, wurde das Haus belagert. Diese ersten Stunden sind für so ein Haus immer die schlimmsten. Wenn es diese Zeit überlebt ohne zusammenzubrechen, sind für die Zeit des Aufenthalts keine Befürchtungen mehr notwendig. Während dieser ersten Stunden wird gnadenlos von den Kindern alles, aber auch wirklich alles untersucht und unter die Lupe genommen. Da gibt es keine Hinweistafeln und keine Verbotsschilder. Erst wenn alles besichtigt worden ist, ist Ruhe.
Unser Urlaub konnte beginnen. Vorher mußte natürlich erst einmal ausgepackt werden. Doch das war für die meisten eine, nicht viel Zeit in Anspruch nehmende Tätigkeit. So sahen dann allerdings auch die Schränke aus. Wir mußten schon innerhalb der ersten Woche Inventur machen, um zu sehen, was noch an Kleidung vorhanden ist.
Da Britta und Daniela am ersten Tag Geburtstag hatten, haben wir nachmittags erst einmal gefeiert.
Da Rhode fast am Biggesee liegt, sind wir am Dienstagnachmittag direkt auch zum Biggesee gewandert. Bepackt mit Kuchen, Trinkpäckchen und Strandmatten (wofür die benutzt werden sollten, was uns Betreuern völlig unklar) wanderten wir über Berge, durch Wälder und über Felder. Doch wir kamen dem Biggesee nicht näher. Endlich, nach über 2 ½ Stunden, hatten wir unser Ziel erreicht. Allerdings hatte die Eisbude am Biggesee erstmal eine größere Anziehungskraft, als der See selbst. Nun gab es aber schon bald wieder Abendbrot, und wir mußten ja den ganzen Weg noch zurück. Leider war es schon fast 17.00 Uhr. Doch wir hatten wieder großes Glück. Durch „Zufall“ fanden wir eine Abkürzung und wir waren rechtzeitig zurück. Am Abend gab es zur Erholung WM-Fußball auf Video.
Da es am Mittwoch regnete, machten wir eine Schatzsuche im Haus. Das verlief so chaotisch, daß wir dabei einen riesigen Spaß hatten. Jede Gruppe mußte bei jedem Betreuer eine Aufgabe erfüllen. Das Ungerechte an diesem Spiel war, daß die Betreuer ständig ihre Plätze wechselten. So mußten die Kinder durch das ganze Haus rennen und die Betreuer suchen. Das war nicht so einfach. Der eine Betreuer steckte nämlich vielleicht in der Besenkammer, und der Dusche, im Schuhraum oder sonstwo.
Donnerstags machten wir schon die erste Tagestour. Wir wollten über den Biggesee nach Attendorn. Dort wollten wir uns die Attahöhle ansehen. Hätten wir gewußt was uns erwartet, hätten wir und vielleicht ein anderes Ziel ausgesucht.
Bei der Programmansage, nach dem Frühstück, erfolgte der gutgemeinte Rat seitens der Betreuer: „Alle nehmen eine Regenjacke und eine lange Hose mit!“
Wir versammelten uns also, wiedermal viel später als angegeben, vor dem Haus. Der allgemeine Rundblick ließ viele Kinder in kurzer Hose erblicken. Mehrere wurden auf die Zimmer zurückgeschickt, damit sie sich ihre noch fehlenden Kleidungsstücke holen konnten. Mit Verspätung aber auch mit der Versicherung von jedem, daß er seine Sachen im Rucksack bereithalten würde, zogen wir beruhigt los. Wir wanderten zur Anlegestelle. Es ging durch den nassen, kühlen Wald. Als wir auf das Boot warteten, wurde es immer noch nicht wärmer. Während der Fahrt wurde es dann so kühl, daß die Betreuer sich ihre langen Hosen anzogen. Nur ein paar Kinder, die zuvor hoch und heilig versprochen hatten, ihre Hosen wären in ihrem Rucksack, mußten nun frieren. Denn in den Rucksäcken war alles – nur keine Hosen. Bei der späteren Führung durch die Attahöhle, in der eine Temperatur von 6 Grad herrschte, haben die dann doch sehr gefroren. Aber wer nicht hören will muss frieren.
Dabei gab es so viel in der Attahöhle zu sehen: einen Eisbären, jede Menge Gardinen, die Königin Atta, Spechte, Wasserfälle und, und, und ...... Doch auch die Fahrt zum Erzbergwerk nach Ramsbeck, die wir Montag gemacht haben, war sehr interessant. Vor der Besichtigung gab es für jeden einen Arbeitskittel und einen Sturzhelm. Dann ging es unter Tage. Minutenlang fuhren wir durch total finstere Schächte, eingepferchte in kleine Zugabteile. Anschließend wurden wir durch das Sauerland geführt. Natürlich unter Tage. Bei dieser Veranstaltung gab es übrigens niemanden in kurzer Hose!
Doch zurück nach Attendorn. Es hat nun leider einige Zeit gedauert bis wir die Attahöhle gefunden hatten. Leider war nichts ausgeschildert. So kam es, daß wir einige Umwege gelaufen sind. Entgegenkommende Leute, die wir gefragt haben, wie weit es noch zur Höhle sei, gaben uns zur Antwort: noch 30 ‚Minuten. Nach einiger Zeit gab man zur Antwort: noch 40 Minuten. Da wurde uns dann deutlich, daß wir falsch sind. Das Gemaule und Gemeckere habe ich jetzt noch in den Ohren.
Da wir von der Stadt Attendorn nun nicht sehr viel gesehen hatten, gingen wir am nächsten Tag nach Olpe. Hier konnte erstmal so richtig eingekauft werden. Diese Gelegenheit haben auch die Betreuer wahrgenommen. Es wurden mehrere Packungen mit Negerküssen gekauft. Bei unserem Robin-Hood-Film am Abend gab es während der Pause einen kleinen Wettbewerb. Es ging darum, wer als erster einen Negerkuss ganz aufgegessen hat. Eigentlich ist das nicht schwer. Damit es etwas lustiger wurde, haben wir die Negerküsse mit Senf oder Merrettich gefüllt. Somit war derjenige, der den Negerkuss als erster im Mund hatte, natürlich der Verlierer. Das war ein Spaß. Alle hatten den Negerkuss noch nicht ganz im Mund, da spuckten ihn die ersten schon wieder aus. Einige rannten zur Toilette, andere um etwas zu trinken. Nur einer, nämlich der Stefan, kaute weiter an seinem gefüllten Negerkuss. Als wir ihm sagten, er brauche den Negerkuss nicht aufzuessen, rannte er wie der geölte Blitz los, um sich des Negerkusses zu entledigen.
Bei Spielen wie unserer Schnitzeljagd am Samstag, Spiel ohne Grenzen am Sonntag und Rennquiz am Montagbend wurde wieder deutlich, wie gut diese Gruppe zusammenpaßte. Trotz deutlicher Altersunterschiede gab es keine Probleme untereinander. Da wurde gespielt, gerannt und gerätselt. Und fast alle hatten riesigen Spaß dabei!
Dienstag war es dann so heiß, daß wir endlich ins Freibad gehen konnten. Zwar mußten wir einige Zeit in der Schlange stehen, doch sobald wir im Wasser waren, konnte das Döppen beginnen. Abends wurde gegrillt und ein Lagerfeuer gemacht. Das Singen beim Lagerfeuer war auch eingeplant, aber es gab nie ein Lied. Dass alle 44 singen wollten. So sang man halt gleichzeitig in 2 Gruppen.
Mittwochs ging es dann wieder nach Olpe, wo wir Hexen- und Engelstürme und einiges mehr suchen mußten. Wieder im Schullandheim angekommen, hatte das suchen aber, wie so oft, noch kein Ende. Jemand suchte seine Regenjacke, seinen Rucksack oder seine Gummistiefel. Andere Leute suchten in dieser Zeit ihre Bettwäsche und unser Andreas suchte mal wieder sein gesamtes Bettzeug.
Am nächsten Tag ging es dann auf unserem 2. Tagesausflug. Wir fuhren nach Elspe zu den Karl-May-Festspielen. Hier sehen wir uns zuerst das Vorprogramm an, hatten danach aber noch etwas Zeit, bevor dir eigentliche Vorführung anfing. So lagerten wir uns alle auf einer Wiese. Bei herrlichstem Wetter lagen wir in der Sonne. Aber diese Idylle hielt, logischer Weise, nicht an. Einer unserer zu Betreuenden fing an, sich auf einen, in der Sonne ruhenden Betreuer zu werfen. Kurz um und wir hatten die beste Keilerei seit langem. Das Verhältnis war 1:6. (1 Betreuer und 6 Kinder). Anfangs flog nur Gras, später flog sogar Eis durch die Gegen. Michael war am Ende dieser Schlacht völlig verschmiert. Wir Betreuer kamen uns schon vor der Aufführung wie unter Geiern vor.
Am Freitag wurde dann noch mal alles abgefordert. Es stand ein Quiz auf dem Programm. Von Kultur über Wissenschaft und Technik bis auf Sport wurde alles abgefragt. Da rauchten bei einigen aber ganz gewaltig die Köpfe. Abends machten wir dann noch eine kleine Nachtwanderung. 2 Stunden lang wanderten wir durch den Wald. Zwischendurch konnten wir das Gefühl vermitteln, das wir uns verlaufen hätten. So was erhöht die Spannung immer ein wenig. Das Problem war nur, das wir uns wirklich nicht mehr ganz sicher waren, wo wir herlaufen mußten. Unsere tolle Tonvorführung war eine gute Ablenkung und beruhigte uns sehr, da wir nun wußten, daß wir den richtigen Weg wiedergefunden hatten. Unsere Helden Michael und Andreas, die uns zum Schluß dieser Wanderung noch einmal so richtig in Schrecken versetzt werden sollten, hatten während dieser Zeit, in der sie auf uns warteten, mehr Angst, als wir alle zusammen, Ein tolles Erlebnis war die Rückkehr dieser Wanderung, da man zusehen konnte, wie schnell man einschlagen kann. Wir waren noch nicht ganz in den Zimmern, da zogen sich auch schon alle freiwillig aus, legten sich in ihre Betten und waren sofort eingeschlafen! So schnell hatten wir während der ganzen Zeit keine Ruhe im Haus. Am nächsten Morgen bekam unser Besuch, Herr Pastor Gaberle und Herr Thissen, den Trupp nur nach und nach zu Gesicht. Dazu kam, dass sie alle noch sehr verschlafen aussahen, obwohl es später als gewöhnlich Frühstück gab. Das Frühstück fand auch nur im stehen statt, und verlief daher sehr locker. An diesem Vormittag brauchten wir nur noch unsere magischen Steine zu suchen und damit hatten wir auch dann unsere Fantasy-Olympiade erledigt. Die hatte uns die ganze Zeit beschäftigt. Es ging bei dieser Fantasy-Olympiade um Gnome, um den Platz des Druiden und magische Steine. Auch Waldläufer, die ihren eigenen Hang in Rhode hatten, tauchten während dieser Zeit auf.
Unser Abschlußabend fand ebenfalls an diesem Samstag statt. Zum einen, da wir an diesem Tag Besuch hatten und dem etwas zeigen wollten, zum anderen mußten auch auch Rita und Alfred schon Montags wieder arbeiten und fuhren darum schon Sonntags nach Hause. Auf diesem Abschlußabend wurden gruppenweise Sketche, Spiele und Geschichten vorgetragen und vorgespielt. Dabei kam eine unheimliche Kreativität der Kinder zum Vorschein, worauf wir Betreuer sehr stolz waren. An diesem Abend wurde auch die Zimmerbewertung bekanntgegeben und mehr oder weniger gut belohnt. Es gab dabei eine Punktespanne von +84 bis –40 Punkten. Leider waren es in diesem Jahr die Jungen, und sogar noch die älteren, die es nicht geschafft haben, in ihrem Zimmer für Ordnung zu sorgen. Als Belohnung durften die dann die Autos von Alfred und Rita waschen. Natürlich erst am Sonntagmorgen! Aber auch die Betreuer hatten für den Abschlussabend etwas geplant. Sie führten das Stück auf: „An allem ist die Katze schuld!“ Zweimal mußten der König, die ergebene Königin, der mutig Herzog und die wunderschöne Prinzessin sterben. Es gab Zugaberufe ohne Ende.
Als letztes hatten sich die Betreuer mit anderen Mitgliedern der kath. Jugend, schon vor der Fahrt, eine großartige Verabschiedungsszene ausgedacht. Da ich nach dieser Fahrt meinen Zivildienst angetreten habe und den nicht in der Nähe von Essen ableiste, haben sich Betreuer und zu Betreuende von mir verabschiedet und sich für meinen Einsatz in der Jugendarbeit bedankt. Da ich damit nicht gerechnet hatte und auch von irgendwelchen Vorbereitung nichts mitbekommen habe, hat mich das unheimlich gefreut. So saßen alle Kinder vor mir, die Betreuer standen alle neben mir uns sangen gemeinsam: „Nehmt Abschied Brüder ....“
Wem diese Jugendarbeit so viel Spaß macht wie mir und wer so froh was, das diese Fahrt so gut verlaufen war und dann bei diesem Lied ganz cool bleiben kann, den bewundere ich. So endete dieser tolle Abend damit, daß jeder jeden getröstet hat. Aber dieses Gemeinschaftsgefühl, das ich dabei erlebt habe, war unbeschreiblich. Ich hoffe, daß dieser Gemeinschaftssinn in Zukunft auch in der Jugendarbeit herrscht, denn was man dann erreichen und erleben kann, ist sehr schön und eine tolle Lebenserfahrung. Ich hoffe weiterhin, daß sich immer genügend Leute bereiterklären, solche Sachen zu organisieren.
Aber zurück nach Rhode. Nachdem das Lagerfeuer niedergebrannt war, gingen die meisten dann auch ins Bett. So hatten die Betreuer nochmals die Gelegenheit diesen Tag zu überdenken und zu besprechen, wie wir es eigentlich an jedem Tag gemacht haben.
Sonntag wurden dann, wie schon berichtet, die Autos von Rita und Alfred gewaschen. Dann mußte das Gepäck wieder alles verpackt werden. Unsere Anzahl von Kartons hatte sich auf 8 Stück verringert. So bekamen wir dann auch den Sonntag hinter uns. Abends gab es dann nochmal WM-Fußball. Als es an der Zeit war ins Bett zu gehen, gab es nochmal so richtig Chaos und es wurde nochmal so richtig Lärm gemacht. An diesem Abend bat uns der Hausverwalter, das erste und einzige Mal, um etwas Ruhe.
Montagmorgen war es natürlich auch nochmal chaotisch. Packen, Zimmer aufräumen und das alles etwas gesittet ablaufen lassen, ist auch nicht ganz so einfach. Doch wir haben jeden und alles gut in den Bus verfrachtet und konnten unsere Heimreise beginnen. Und so kamen wir am 02.07.1990, gegen 12.00 Uhr, aus Rhode zurück.
Ich möchte diese Gelegenheit noch einmal dazu benutzen, um mich bei allen Beteiligten zu bedanken, die der Fahrt zu so einem Erfolg mitverholfen haben. Besonders möchte ich mich bei unserem Herrn Pastor Gaberle bedanken, der den Schriftverkehr mit dem Ferienwerk Oberhausen geführt hat; bei dem ich sämtliche Unterlagen kopieren konnte und der überhaupt durch seine Unterschrift die gesamte Verantwortung übernommen hat. Ich meine, daß das ein großer Vertrauensbeweis war. Weiterhin möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung seitens des Pfarrgemeinderates, der KAB, der Frauengemeinschaft und der Kolpingsfamilie bedanken. Ich möchte mich auch nochmal bei den Betreuern und Betreuerinnen bedanken, die einen großen Teil ihrer Freizeit und sogar ihres Jahresurlaubs dafür geopfert haben, um an dieser Fahrt teilzunehmen. Da waren: Rita Borgmeier, Corinna Wermelskirchen, Kristina Ellermann, Alfred Marx, Markus Welling, Thorsten Voß, Marcus Mundry, Stefan Borgmeier und Peter Bach.
Ich hoffe, daß auch die Fahrt im nächsten Jahr ein Erfolg wird. Das die Jugendarbeit in der kath. Jugend St. Antonius durch solche Fahrten noch aktiver wird und das vor allen Dingen viele Leute angesprochen werden, die ebenfalls Spaß an solchen Aktivitäten haben. Ich wäre sehr glücklich, wenn es auch noch in einigen Jahren heißen würde: Die kath. Jugend St. Antonius veranstaltet eine Ferienfreizeit. Und wenn dann nicht 44 sondern 88 Leute mitfahren wäre das doch ein großer Erfolg!!!!
 
 
Helmarshausen, 18. Oktober 1990
 
Dirk Filzen – Leiter der Ferienfreizeit   
 
aktualisiert am 01. Juli 2017

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